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Nymphenburger Vertrag.
sich immer noch lieber mit Maria Theresia unter EnglandsVermittelung vertragen, als sich an das so unzuverlässige undihm lästige Frankreich angeschlossen, obwohl er immer mis-trauischer gegen England wurde und sich Frankreich um somehr zuzuneigen schien, als er damit hoffen konnte, Englandzu entscheidenden Schritten für ihn zu veranlassen').
Lord Hyndford, ein rechtlicher und gerader Mann, sahwohl ein, wie gefährlich auch für Englands Interesse einKrieg in Norddeutschland werden könne. Er suchte Oesterreichzu einer Aufopferung an Friedrich und diesen zu bewegen,nicht zu große Ansprüche zu machen. Niederschlesien mitBreslau, meinte er, sei zu viel, das gelte in Wien für ganzSchlesien. Frankreich hatte Friedrich das geboten und er be-stand auch wie bisher darauf. Die Königin, sagte er, könnesich glücklich schätzen, so gut davon zu kommen, weil er sichleicht auch Mährens bemächtigen könne, doch wolle er gemä-ßigt sein, und wenn man ihm gebe, was er verlange, denübrigen Theil der pragmatischen Sanction aufrecht erhaltenund dem Großherzog seine Stimme zum Kaiser geben. Dem-nach würde er sich mit den vier Herzogthümern Sagan, Glogau,
Wohlau und Liegnitz an seiner Grenze begnügt haben. Umdie Form schonender zu machen, sollte nach dem VorschlägeEnglands das als Pfand gegen Bezahlung von drei Millio-nen geschehen, Maria Theresia aber sich durch einen von denMächten gewährleisteten Vertrag verpflichten, diese Summenie zurückzahlen und die vier Herzogtümer nie wiederfordernzu wollen').
Hätte der wiener Hof die gesammte Lage der Verhält-nisse erkannt, er würde darauf eingegangen sein, allein nochim Anfänge des Mai blieb Bartenstein unerschütterlich dabei,Frankreich werde keinen Krieg gegen Oesterreich unternehmen.
Maria Theresia lehnte daher nicht nur die so gemäßigten 174zVorschläge Englands ab, weil die pragmatische Sanction 24. Maiaufrecht erhalten werden müsse, sondern sie ließ — und auch
1) Man glaubte damals allgemein, er habe schon mit Frankreichabgeschlossen. Adelung II. S. 25g.
2) Bericht v. 13. Mai 1741 bei Raumer S. ISI.