Nymphenburger Vertrag.
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land und England blieben entschieden für Maria Theresiagegen Friedrich. Konnte doch Maria Theresia mit Beziehung 1741auf ein von Rußland erlassenes Abmahnungsschreiben an 8 . Mai.Friedrich in einem Rundschreiben erklären, Rußland stehenicht im Bunde mit Preussen. Noch am Tage vor der Schlachtvon Mollwitz hatte der König von England sich in seinerThronrede scharf gegen Preussen und seine volle Bereitwillig-keit ausgesprochen, Oesterreich beizustehen; das Parlamentauch sogleich 300,000 Pfund Sterling Subsidien für MariaTheresia und Geld zu den Rüstungen in Hannover bewilligt.
Die öffentliche Stimme des hochherzigen Volkes erhob sichlaut zu Gunsten der von allen Seiten so bedrohten und be-drängten Frau. Dazu stimmte der richtige Jnftinct des Volkesmit den Auffassungen im Parlament und den Absichten derMinister überein, Oesterreich unter allen Umständen aufrechtzu erhalten. Doch nun nach dem Ausfälle der Schlacht vonMollwitz drängte sich die Nothwendigkeit auf, daß sie einnach Umständen möglichst kleines Opfer brächte, um den ge-fährlichsten Feind zu beseitigen, den König von Preussen.
Wie ganz anders würden die Beschlüsse der Mächte ausge-fallen sein, wenn Friedrich geschlagen worden wäre.
Während Belle-Jsle schon auf dem Wege nach Schlesienwar, um Friedrich auf Kosten Oesterreichs auf die französischeSeite zu ziehen, wurde auch Lord Hyndford dahin geschickt,um ihn, ebenfalls auf Kosten Oesterreichs, für England zugewinnen — denn das war es doch. Maria Theresia sollteeben hinreichende Kraft erhalten, um Frankreich widerstehenzu können. Der Franzose kam jedoch früher in Mollwitz anals der Engländer. That dies auch an sich nichts, er kamihm auch ausserdem zuvor. Friedrich II. an der Spitze einessiegreichen Heeres, im Besitze Schlesiens, hatte seine Handvöllig frei. Er konnte sich auf die Seite der Gegner Oester-reichs wenden oder diesem die Hand bieten. Er blieb dabei,Oesterreich nicht zum Vortheile Frankreichs zu schwächen undselbst abhängig von diesem zu werden. Ebensowenig wollteer für Sachsen und Baiern arbeiten. Er beharrte fest darauf,einen möglichst großen Theil Schlesiens für sich zu erhalten,nicht um Oesterreich zu schwächen, sondern um dadurch selbst