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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Regierungsantritt.

jugendlicher Wärme hinzu,muß ebensowohl menschlich undvernünftig als herzhaft und brav sein ')."-

Als ihn sein Vetter, der Markgraf Heinrich von Schwedt,bei der ersten Begegnung in alter vertraulicher Weise an-redete, trat Friedrich zurück und sagte im ernsten Tone:MeinHerr! Jetzt bin ich König")." Er war es wirklich sogleichund ganz.

Noch an demselben Tage begab er sich nach Charlotten-burg , wo er nun Hof hielt. Als hier die Minister erschienen,um ihm den Eid der Treue zu leisten, erklärte er das füreine überflüssige Förmlichkeit, weil der redliche Mann seinePflicht ohne Eid thue, den Schurken aber zehn Eide nichtbinden würden. Nur weil es ein bei solchen Gelegenheitenhergebrachter Gebrauch sei, wolle er den Eid annehmen. Ersei überzeugt, daß sie seinem Vater treu gedient hätten undgegen ihn ebenso handeln würden; doch wolle er sie auf etwasaufmerksam machen. Sie hätten einen Unterschied zwischenden Interessen des Königs und des Landes gemacht und ge-glaubt, pflichtmäßig mehr für jene als für diese sorgen zumüssen. Er tadle das nicht, weil es der verstorbene Königaus Gründen gebilligt.Ich," fuhr er fort,habe meineGründe, darüber anders zu denken. Ich glaube, daß dasInteresse meines Landes auch das meinige ist, und daß ichkeines haben kann, das dem des Landes entgegen wäre." Essolle nun jedesmal, wenn sein Interesse dem des Landes ent-gegenzustehen scheine, das Interesse des Landes den Vorzugbehalten'). In seinem ersten Rundschreiben an die Verwal-tungsbehörden sagt er, seine größte Sorge werde dahingerichtet sein, das Wohl des Landes zu befördern.Ihrsollt uns nicht mit Kränkung der Unterthanen zu bereichernsuchen, sondern den Vortheil des Landes neben unserm In-teresse im Auge haben, weil wir zwischen beiden keinen Un-terschied sehen*)."

1) Ranke a. a. O.

2) Preuß, Friedrichs II. Jugend S. 331, aus Königs Handschrift.

3) Ranke ll. S. 48.

4) Heldenleben I. S- 355 so werde ich das immerhin noch nicht zu