Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
97
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Pausanias. 97

wie er glaubte, nach Lacedämon zurück. Auf der Straße,als er eben im Begriffe war, festgehalten zu werden, merkteer aus der Miene eines Ephoren, der ihn warnen wollte,daß ihm Gefahr drohe. Wenige Schritte nur noch von sei-nen Verfolgern entfernt, flüchtete er sich nun in den Tempelder Minerva Chalkiök os"). Um ihn daraus nicht mehr ent-kommen zu lassen, ließen die Ephoren sogleich die Thürflügelam Tempel verrammeln und das Dach abnehmen, um seinenTod unter dem freien Himmel zu beschleunigen. Man er-zählt, Pausanias Mutter habe damals noch gelebt, undals sie, die hochbejahrte Frau, das Verbrechen ihres SohneSerfahren, den ersten Stein an den Eingang des Tempels ge-tragen, um ihren Sohn darin einzuschließcn. So beflecktePausanias seinen hohen Kriegsrubm durch einen schimpflichenTod. Er wurde halbtodt aus dem Tempel getragen und gabalsobald den Geist auf. Einige Leute wollten, man sollt« seinenLeichnam eben dahin begraben, wo die Hingerichteten Verbre-cher begraben wurden, allein die Mehrheit mißbilligte dieß,und so beerdigte man ihn in ziemlicher Entfernung von demPlatze, wo er gestorben war. Einige Zeit nachher wurde seinLeichnam, auf einen Orakelspruch des Gottes zu Delphi, vonda wieder ausgegraben, und an eben dem Platze begraben,wo er den Geist aufgegeben hatte.

*),Wörtlich: Minerva vom ehernen Hause»

NepvS. IS Vbchn.

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