84 Cornelius Nepos.
eine Ehrensäule sehen ließ. Neben jene gestellt, verjüngtedie Säule des Sohnes das Andenken an den alten Ruhmdes VaterS.
z. Schon war er hochgetagt und hatte aufgehört, öf-fentliche Aemter zu bekleiden, als die Athener anfingen, vonallen Seiten durch Krieg bedrängt zu werden. Samos warungehorsam geworden, der Hellcspont abgefallen. Philippsvon Makedoniens jetzt schon mächtig^ hegte weit anssehendeEntwürfe. Chares wurde ihm zwar entgegen gestellt, all.inman glaubte sich durch ihn nicht hinreichend geschützt. Me-nestheus, des Iphikrates Sohn, des Timotheus Tochtermanu,wurde nun Feldherr, und es ward beschlossen, daß er in denKrieg ziehen sollte. Als Kriegsrath wurden ihm zwei durchErfahrung und Weisheit ausgezeichnete Männer beigegeben,damit er sich ihres NatheS bedienen sollte, sein Vaier undsein Schwiegervater. Diese Männer hatten ein solches An-sehen, daß man große Hoffnung hatte, durch sie das Ver-lorne wieder gewinnen zu können. Sie gingen nach Samos.Chares hatte kaum ihre Annäherung erfahren, als er mitseinen Streitkräften sich eben dahin begab, damit man.nichtsagen könne, es sey ohne ihn etwas ausgeführt worden.Schon näherten sie sich der Insel, als ein Sturm sich erhob,dem zu entgehen die zwei alten Heerführer rathsam fanden,und beilegen ließen. ChareS hingegen, der sich hier ohnealle Ueberlegung benahm, gab dem Rathe der Aeltern keinGehör, sondern eilte, als ob das Glück an sein Schiff ge-bannt wäre, dem Ziele der Fahrt zu, und schickte auch anTimotheus und Iphikrates einen Boten mit der Aufforde-rung, ihm dahin zu folgen. Die Sache lief aber übel ab.