Jphikrates. 75
waffnung, di« d«n Körper eben so gut schützte und doch da-bei leicht war.
2. In einem Kriege, den er mit den Thraciern führ-te, setzte er Seuthcs, den Bundesgenossen der Athener,«jeder auf den Thron. Bei Korinth führte er den Ober-befehl über daS Heer mit einer Strenge, die diese Truppenzu den geübtesten und gehorsamste» machte, welche es jemalsin Griechenland gab; er brachte sie zu einem solchen Gradevon Fertigkeit, daß sie, wenn das Zeichen zur Schlackt vomFeldherrn gegeben war, ohne Juthun eines Befehlshaberssich so gut in Ordnung stellten, daß jeder einzelne Mann vondem geschicktesten Feldherr» hingestcllt zu seyn schien. Mitdiesem Heer rieb er eine Lacedämonische Mora*) völlig auf,«ine That, die in ganz Griechenland als etwas Großes be-trachtet wurde; in dem nämlichen Kriege schlug er ihr gan-zes Heer, ein Sieg, durch welchen er sich großen Ruhm er-warb. Als Artaxerxes den König von Aegypten bekriegenwollte, bat er sich von den Athenern Jphikrates als Oberbe-fehlshaber über sein angeworbenes Heer aus, das zwölftau-send Mann stark war. Diesem Heere brachte Jphikrates inallen Zweigen der Kriegskunst so viel Schule bei, daß, wie«inst Römische Krieger Fabianer sSoldaten des Fabius) ge-nannt wurden, so die Jphikratenser sSoldaten des Jphikra-tes^j im größten Rufe standen. Er war es endlich auch, der,als er den Lacedämoniern zu Hülfe zog, die siegreichen
*) Sine beim Lacedämonische» Heer eingeführte Art von Trup-penabtheilung, bestehend aus fünfhundert bis siebenhun-dert oder neunhundert Mann.