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liefen. Conou griff sie beiKnidns*) an, und schlug sie nacheinem bedeutenden Treffe», wobei er viele Schiffe nahm undnoch mehre versenkte. Dieser Sieg gab nicht nur Athen,sondern ganz Griechenland, das bisher unter der Herrschaftder Lacedämonier gestanden war, seine Freiheit. Cononkehrte mit einem Theile seiner Schiffe nach seiner Vaterstadtzurück; hier lies; er die Mauern vom Piräischen Hafen undvon Athen, die Lysander hatte nicdcrreißen lassen, wiederanfbauen; fünfzig Talente, die er von Pharnabazus erhaltenhatte, machte er seinen Mitbürgern zum Geschenk.
5. Indessen ging es diesem Manne, wie es sonst denMenschen geht; er zeigte weniger Besonnenheit im Glück,als im Unglücke. Nachdem er durch den Sieg über die Pc-loponncsiche Flotte die Mißhandlungen, die sein Vaterlanderlitten, gerächt zu haben glaubte, hegte er noch mehrereWünsche, deren Ausführung ihm unmöglich war. Jedochwaren diese nicht unpatriotisch oder tadelnswürdig; denn siebetrafen mehr die Vergrößerung der Macht seines Vaterlan-des, als des Königs. Durch die Seeschlacht bei Knidus hatteer nicht nur bei den Barbaren, sondern bei allen Staate»Griechenlands seinen Ruf gegründet, und fing nun an imStillen darauf hin zu arbeite», Jonien und Aevlien wiederau Athen zu bringen. Da er aber diesen Plan nicht geheimgenug hielt, so liest ihn Tiribazus, Statthalter von Sardes,zu sich berufen unter dem Vorwände, daß er ihn in einerwichtigen Angelegenheit an den König zu schicken wünschte.
*) Stadt und Vorgebirge an der südwestlichen Spitze vonKleinasien.