Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
39
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Thcim'stokles. 39

lichen Freund finden, als dein Vater in mir einen tapfernFeind kennen gelernt hat. Allein Dich bitte ich, mir zu denGegenständen, über welche ich mit Dir zu sprechen wünsche,ein Jahr Zeit zu lassen, und nach Verfluß desselben mir zuerlanben, vor Dir zu erscheinen."

in. Bewunderung der Geistesgröße dieses Mannes, undder Wunsch, einen solchen Mann für sich zu gewinnen, be-stimmte den König, ihm seine Bitte zu gewähren. Themi-stokles verwendete nun die ganze Zeit auf die Sprache undSchriften der Perser: er verschaffte stch eine solche Kenntnis;derselben, daß er beim Könige fertiger gesprochen haben soll,als geborne Perser eS konnten. Er machte stch hiebei demKönige zu Mehreren; anheischig, worunter das Willkom-menste war, daß der König, wenn er stch von seinen Ent-würfen leiten lassen wollte, Griechenland sich unterwer-fen würde, worauf er reich beschenkt von ArtaxerxeS wiedernach sKlcim) Affen znrückkehrtc und nnn seinen Aufenthaltzu Magnesia *) nahm. Der König hatte ihm nämlich dieseStadt geschenkt, mit dem AuSdrnckc, ste sollte ihm daS Brodgeben (daS Gebiet trug fünfzig Talente jährlich) ferner Lam-psakus *'), woher er den Wem beziehen, und Myus, woherer das Zugemüse haben sollte. Von diesen Manne ha-ben stch bis ans unsere Zeit zwei Denkmäler erhalten. DaSeine ist ein Grabmal nahe bei der Stadt fAthench wo er be-

*) Stadt in Kleinasic» am Flusse Mäander.

") Stadt in Mysicn am Hellespont.

*") Hiernnter verstand man Alles, was man zum Drode,Fleisch, Fische u. s. w. Myus (in Jonien, auch zu Ka-rlen gerechnet) war wegen seiner Fische berühmt.