Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
36
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Cornclms Ncpos.

desto leichter vor dem Feinde schüyen zu können. Sie hätteirdamit nicht gegen den Borthell von Griechenland gehandelt.Ihre Stadt sey gleichsam die Vormauer gegen die Barbaren,wie ja die Flotten des Königs schon zweimal an ihr geschei-tert waren. Die Lacedämonier bewiesen sich unedel und un-gerecht, indem sie mehr das Interesse ihrer Oberherrschaft,als das von ganz Griechenland im Auge hatten. Wollten siealso ihre Gesandten, die sie nach Athen geschickt, wieder zu-rück haben, so müßten sie ihn wieder zurück schicken. Sonstsollten sie Dieselben niemals wieder in ihr Vaterland znrück-kehren sehen."

8. Dieser Verdienste ungeachtet entging auch er demNeide seiner Mitbürger nicht. Wegen der nämlichen Besorg-niß, welche Miltiades Vernrtheilung veranlaßt hatte, wurdeer durch das Scherbengericht ans dem Staate verbannt undwählte nun Arges zu seinem künftigen Wohnorte. Das hoheAnsehen, in welchem er daselbst seiner vielen Verdienste we-gen stand, bewog die Lacedämonier, durch Gesandte, die sienach Athen schickte», ihn in seiner Abwesenheit anzuklager,daß er mit dem Könige von Persien eine Verbindung zurUnterjochung Griechenlands eingegangen habe. Es gelang ih-nen mit dieser Beschuldigung, daß er in seiner Abwesenheitals Staatsvcrräther verurtheilt wurde. Ans die Nachrichtdavon begab er sich nach Korcyra, weil er sich in Argvs nichtmehr sicher glaubte. Allein da, wie er bemerkte, die Häup-ter dieses Staates in ibm eine Veranlassung zu einem Keiegevon Seiten der Lacedämonier und Athener fürchteten, soflüchtete er zu Admetus, dem Könige der Molosser sin Spi-