Theimstokles 5Z
bockst ungünstig, für seine Feinde hingegen äußerst günstigwar, nämlick in einer so schmalen Meeresenge, daß sich dieMenge seiner Schiffe nicht entwickeln konnte. So verlor erdie Schlacht mehr durch ThemistokleS List, als durch Grie-chenlands Waffen.
5. So unglücklich der Ausgang dieser Schlacht für ihnwar, so blieb doch eine Macht in seinen Händen, mit wel-cher er immer noch seine Feinde erdrücken konnte. Doch zumzweitenmal wurde er durch denselben Mann aus diesem Vor-tbeile seiner Lage gcwonen. Den» ThemistokleS, der dieBesorg«.iß hegte, Jener möchte den Krieg fortsehen, ließ ihmdie Nachricht beidringcn, man gehe damit um, die Brücke,die er über den Hellespont geschlagen, zu zerstören und ihmden Rückweg nach Aßen abzuschueiden. ES gelang ihm auchihn davon zu überzeugen; und so kehrte der König aus demnämlichen Wege, wozu er sechs Monate gebraucht hatte, >uweniger als dreißig Tagen nach Asien zurück und hielt The-mistokles nicht für seinen Sieger, sondern für seinen Retter.So ward durch die Klugheit eines einzigen Mannes Grie-chenland frei und Europa Siegerin über Asien; es ist dicßein zweiter Sieg, den mau mit den Tropäen von Mara-thon vergleichen kann. Denn auch bei Salamis mar es einekleine Anzahl Schiffe, von der die größte Flotte, welche dieGeschichte answeist, geschlagen ward.
6. Als einen großen Mann hatte sich Themistok-lcs in diesem Kriege bewiese»; aber er war es eben so sehrim Frieden. Der Hafen von Phaleron, den die Athener bis-her hatten, war weder groß, noch gut genug. Auf Themi-
Nevos. Is Bdchn. 3