Anmerkungen zum zweiten Bunde.
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In der Seen« selbst ist manche« unklar: wenn Käthchcn nicht geradezu eine dop-pelte Seele haben soll leine unpoetische Voraussetzung, von der freilich dieMagnetiseur« au«gehn>, so must doch von den Gefühle», die sie hier im Traumausspricht, auch i», Wache» etwa« in ihrer Seele schlummern. Davon zeigtsich aber keine Spur. Ucberhaupt muß man bei dieser Figur die realistischeWahrheit ganz bei Seite lassen und sich nur a» da« poetische Bild halte».
S. 2g!I. Die kleine Rcminisccnz au« FieSco sei hier augemerkt.
S. LbS. Der Mißbrauch de« Namen« Wetterstrahl zu einem Bilde imMund de« Kaisers soll vielleicht auf da« Humoristische diese« vous or mnctünavorbereiten.
Ü a r i a n t e.
Scene: Schloß Wettcrstrahl. Ein Gemach in der Burg.
Zehnter Auftritt.
(graulen, Kunigunde an, Pntzttsch, beschäftigt, di- letzte Hand an ihren Anjng zu legen.Hinter ihr Rofnlie.)
Kunigu iide.
Mich dünkt, Rosalie. diese Locken sindZu zierlich hier. Wa« meinst d»? E« ist nichtMein Wille, wa» die Kunst kann, zu erschöpfe»;
Vielmehr, wo die Bedeutung minder ist,
Mögt ich dich gern nachlässiger, damitDas Ganze so vollendeter erschiene.
Sieh, diesen Stein, der diese» Busch von Feder»
Znsammcnhält: gewiß! er steht mir gut;
Er wirft den Glanz, den funkelnden, auf mich;
Doch streu' ich diese Haare über ihn,
So scheint es mehr, er nimmt den Glanz von mir:
Ihn selber, freilich, sicht man weniger,
Doch da« Gemüth, da« ihn verbarg, so mehr.
Rosalie.
Gewiß! I» manchem Sinne habt ihr Recht.
Da kommt er, denkt man, über« Meer und bietetMit seinem Strahl sich an, und ihr verschmäht ihn:
Ihr werft ihn hi», wo ina» ihn kaum erblickt.
Da« aber wußt' ich nicht, daß cs euch mehrIlm da« Gemüth zu thun ist, al« die Stirn,
Auf die ihr mir befahlt ihn aufzustcckc».