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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
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Die Verlobung in St. Domingo.

Zu Port au Priuce, auf dem französischen Antheil der InselSt. Domingo, lebte zu Anfänge dieses Jahrhunderts, als die Schwar-zen die Weißen ermordeten, auf der Pflanzung des Herrn Guillaumevon Villcncuvc ein fürchterlicher alter Neger Namens Congo Hoango.Dieser von der Eoldküstc von Afrika hcrstammcnde Mensch, der inseiner Jugend von treuer und rechtschaffener GemttthSart schien, warvon seinem Herrn, weil er ihm einst ans einer Ucberfahrt »ach Cubadas Leben gerettet hatte, mit unendlichen Wohlthatcn überhäuft wor-den. Nicht nur daß Herr Guillaume ihm auf der Stelle seine Frei-heit schenkte und ihm bei seiner Rückkehr nach St. Domingo Hausund Hof anwies; er machte ihn sogar einige Jahre darauf gegendie Gewohnheit des Landes zum Aufseher seiner beträchtlichen Be-sitzung und legte ihm, weil er nicht wieder heirathcn wollte, an Wei-bes Statt eine alte Mulattin, Namens Babekan, ans seiner Pflan-zung bei, mit welcher er durch seine erste verstorbene Frau weitläufigverwandt war. Ja als der Neger sein sechzigstes Jahr erreicht hatte,setzte er ihn mit einein ansehnlichen Gehalt in den Ruhestand undkrönte seine Wohlthatcn noch damit, daß er ihm in seinem Vermächt-nis; sogar ein Legat auswarf; und doch konnten alle diese Beweisevon Dankbarkeit Herrn Villcncnve vor der Wnth dieses grimmigenMenschen nicht schützen. Congo Hoango war bei dem allgemeinenTaumel der Rache, der auf die unbesonnenen Schritte des National-