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Anmerkungen zum zweiten Bande.
Kunigunde.
Da hast du dich geirrt, Nosalie.
Die Kunst, die du an meinem Putztisch übst,
Ist mehr, als blvS ein sinnereizendesVerbinden van Gestalten und von Farben.
Das unsichtbare Ding, das Seele heißt,
Mögt ich an Allem gern erscheinen machen,
Dem Todten selbst, das mir verbunden ist.
Nichts schätz' ich so gering an mir, daß cSEntblößt von jeglicher Bedeutung wäre.
Ein Band, daö niedcrhängt, der Schleif' entrissen,
Ein Strauß — was du nur irgend willst, ein Schmuck,Ein Kleid, das aufgeschürzt ist oder nicht,
Sind Zug' an mir, die reden, die versammelt,
Das Bild von einem innern Zustand geben.
Hier diese Feder, sieh, die du mir stolzHast aufgepflanzt, die andern überragend:
Du wirst nicht läugnen, daß sie etwas sagt.
Zu meinem Zweck heut beug' ich sie danieder:
Sie sagt nun, dünkt mich, ganz was Anderes.
Wenn mich der junge Nheingraf heut besuchte,
Sv lobt' ich, daß du mir die Stirn befreit;
Doch wcil's Graf Wetter ist, den ich erwarte,
So laß ich diesen Schleier niederfallen.
Nun erst, nun drück' ich aus, waö ich empfinde,
Und lehr' ihn so empfinden, wie er soll.
Wer naht?
Nosalie.
Wo?
Kunigunde.
Draußen von der Gallerie.
Nosalie.
ES ist -
Kun igund e.
Horch! — Nasch die Sachen weg, Nosalie.
Nvsali e.
Was träumt ihr? es ist niemand.
(sie fleht auf)