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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
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Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege.

^n einem bei Jena liegenden Dorf erzählte mir ans einer Reisenach Frankfurt der Gastwirth, daß sich mehrere Stunden nach derSchlacht, um die Zeit, da das Dorf schon ganz von der Armee desPrinzen von Hohenlohe verlassen und von Franzosen, die es für be-setzt gehalten, umringt gewesen wäre, ein einzelner preußischer Reiterdarin gezeigt hätte, und versicherte mir, daß, wenn alle Soldaten,die an diesem Tage mitgefochten, so tapfer gewesen wären wie dieser,die Franzosen hätten geschlagen werden müssen, wären sie auch nochdreimal stärker gewesen, als sie in der That waren. Dieser Kerl,sprach der Wirth, sprengte, ganz von Staub bedeckt, vor meinenGasthof und rief: Herr Wirth! und, da ich fragte: was giebt's?Ein Glas Branntwein! antwortet er, indem er sein Schwert in dieScheide wirft: mich dürstet! Gott im Himmel! sag' ich, und willer machen, Freund, daß er wegkommt? die Franzosen sind ja dichtvor dem Dorf! Ei was! spricht er, indem er dem Pferde denZügel über den Hals legt: ich habe den ganzen Tag nichts genos-sen. Nun er ist, glaub' ich, vom Satan besessen. He, Liese! riefich, und schaff ihm eine Flasche Danzigcr herbei und sage: Da! undwill ihm die ganze Flasche in die Hand drücken, damit er nur reite.Ach was! spricht er, indem er die Flasche wcgstößt und sich den Hutabnimmt: Wo soll ich mit dem Quark hin? Und: schenk' er ein!spricht er, indem er sich den Schweiß von der Stirn abtrocknet: denn