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Dev Engel am Gral'c des Herrn.
De« lieben Mädchens Laube hingetauscht!
Wann kehrt ihr wieder, o ihr Augenblicke,
Die ihr dem Leben einz'gen Glanz ertheilt?
So viele jungen, lieblichen Gestalten,
Mit unempfnndnein Zauber sollen sieAn mir vorüber gehn? Ach dieses Herz!
Wenn cs doch einmal noch erwärmen könnte!
Hat keine Schönheit einen Reiz mehr, der
Mich rührt? Ist sie entfloh», die Zeit der Liebe—?
Der Engel am Grabe des Herrn.
Zu einem Bilde.
Als still und kalt mit sieben TodeswundenDer Herr in seinem Grabe lag; das Grab,
Als sollt' cs zehn lebend'ge Riesen fesseln,
In eine Felsklnft schmetternd eingehauen;
Gewälzet mit der Männer Kraft, verschloßEin Sandstein, der Bestechung taub, die Thüre;Rings war des Landvogts Siegel anfgedrückt:
Es hätte der Gedanke selber nicht
Der Höhle unbemerkt entschlüpfen können;
Und gleichwohl noch, als ob zu fürchten sei,
Es könn' auch der Granitblock sich bekehren,
Ging eine Schaar von Hütern ans und abUnd starrte nach des Siegels Bildern hin:
Da kamen bei des Morgens Strahl,
Des ew'gen Glaubens voll, die drei Marien her,
Zn sehn, ob Jesus noch darinnen sei: