Die beiden Tauben.
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Den weißen Schooß mit stillen Thränen netzend;Und selbst, was seine Brust noch nie empfand,
Ein Tropfen, groß »nd glänzend, steigt ihm auf.Getrocknet doch, beim erste» Sonnenstrahl,
So Aug' wie Leib, setzt er die Reise fort,
Und kehrt, wohin ein Freund ihn warm empfohlen,In eines Städters reiche Wohnung ein.
Von Moos und dnft'gen Kräutern znbcreitetWird ihm ein Nest, an Nahrung fehlt es nicht,
Viel Höflichkeit, um dessen, der ihn sandte,
Wird ihm zu Thcil, viel Gut' und Artigkeit:
Der lieblichen Gefühle kein« für sich.
Und sieht die Pracht der Welt und Herrlichkeiten,Die schimmernden, die ihm der Ruhm genannt,
Und kennt nun Alles, was sie Würd'geS beut,
Und fühlt nnscl'ger sich als je, der Arme,
Und steht, in Oedcn steht man oder nicht,
Umringt von allen ihren Freuden da,
Und fleucht, das Paar der Flügel emsig regend,Unausgesetzt, auf keinen Thurm mehr achtend,
Zum Täubchen hin und sinkt zu Füßen ihr,
Und schluchzt in endlos heftiger Bewegung,
Und küsset sie und weiß ihr nichts zu sagen —
Ihr, die sein armes Herz auch wohl versteht!
Ihr Sel'gen, die ihr liebt; ihr wollt verreisen?O laßt es in die nächste Grotte sein!
Seid euch die Welt einander selbst und achtetNicht eines Wunsches Werth das Uebrige!
Ich auch, das Herz einst eures Dichters, liebte:
Ich hätte nicht um Rom und seine Tempel,
Nicht um des Firmamentes Prachtgebäude