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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Ueber das Marionettentheater.

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kurz zuvor in Paris dm Jüngling gesehen hatten, der sich einenSplitter aus dem Fuße zieht; der Abguß der Statue ist bekannt,und befindet sich in den meisten deutschen Sammlungen. Ein Blick,den er in dem Augenblick, da er den Fuß auf den Schemel setzte,um ihn abzutrockncn, in einen großen Spiegel warf, erinnerte ihndaran; er lächelte und sagte mir, welch eine Entdeckung er gemachthabe. In der That hatte ich in eben diesem Augenblick dieselbe ge-macht; doch sei, um die Sicherheit der Grazie, die ihm beiwohntezu prüfen, sei es, um seiner Eitelkeit ein wenig heilsam zu begeg-nen: ich lachte und erwiedertc, er sähe wohl Geister! Er errötheteund hob den Fuß zum zweitenmal, um es mir zu zeigen; doch derVersuch, wie sich leicht hätte voranSsehn lassen, mißglückte. Er hobverwirrt den Fuß zum dritten- und vierten-, er hob ihn wohl nochzehnmal: umsonst! er war außer Stand, dieselbe Bewegung wiederhervorznbringen. Was sag' ich! die Bewegungen, die er machte,hatten ein so komisches Element, daß ich Mühe hatte, das Gelächterzurückzuhalten. Von diesem Tage, gleichsam von diesem Augen-blicke an, ging eine unbegreifliche Veränderung mit dem jungen Men-schen vor. Er fing an, tagelang vor dem Spiegel zu stehen; undimmer ein Reiz nach dem andern verließ ihn. Eine unsichtbare undunbegreifliche Gewalt schien sich wie ein eisernes Netz uni das freieSpiel seiner Geberden zu legen, und als ein Jahr verflossen war,war keine Spur mehr von der Lieblichkeit in ihm zu entdecken, diedie Augen der Menschen sonst, die ihn umringten, ergötzt hatte. Nochjetzt lebt Jemand, der ein Zeuge jenes sonderbaren und unglücklichenVorfalls war, und ihn Wort für Wort, wie ich ihn erzählt, bestä-tigen könnte.

Bei dieser Gelegenheit, sagte Herr C. freundlich, muß ich Ihneneine andre Geschichte erzählen, von der Sie leicht begreifen werden,wie sie hierher gehört. Ich befand mich auf meiner Reise nach Ruß-land ans einem Landgut des Herrn von G., eines Liesländischen Edel-