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Ucbcr das Marwncttciuhcatcr.
Manns, dessen Söhne sich eben damals stark im Fechten übten. Be-sonders der Nettere, der eben von der Universität znriickgekommenwar, machte den Virtuosen, und bot mir, da ich eines Morgens aufseinem Zimmer war, ein Rapier an. Wir fochten, doch es tras sich,daß ich ihm überlegen war. Leidenschast kam dazu, ihn zu verwir-ren! Fast jeder Stoß, den ich führte, traf und sein Rapier flog zu-letzt in den Winkel. Halb scherzend, halb empfindlich sagte er, indemer das Rapier aushob, daß er seinen Meister gefunden habe; dochalles ans der Welt finde den seinen, und fortan wolle er mich zudem meinigcn führen. Die Brüder lachten laut ans und riefen:Fort, fort! in den Holzsiall hinab! und damit nahmen sie mich beider Hand und führten mich zu einem Bären, den Herr von G., ihrVater, ans dem Hofe anferziehcn ließ. Der Bär stand, wie ich er-staunt vor ihn trat, ans den Hinterfüßen, mit dem Rücken an einenPfahl gelehnt, an welchen er angeschlossen war, die rechte Tatze schlag-fertig erhoben, und sah mir in's Auge; das war seine Fechterpositnr.Ich wußte nicht, ob ich träumte, da ich mich einem solchen Gegnergegenüber sah; doch: stoßen Sie, sioßen Sie! sagte Herr von G.und versuchen Sie, ob Sie ihm eins beibringen können! Ich fiel,da ich mich ein wenig von meinem Erstaunen erholt hatte, mit demRapier ans ihn aus; der Bär machte eine ganz kurze Bewegungmit der Tatze und parirte den Stoß. Ich versuchte ihn durch Fin-ten zu verführen; der Bär rührte sich nicht. Ich fiel wieder miteiner augenblicklichen Gewandtheit auf ihn anS; eines Menschen Brustwürde ich unfehlbar getroffen haben: der Bär machte eine ganz kurzeBewegung mit der Tatze und parirte den Stoß. Jetzt war ich fastin dem Fall des jungen Herrn von G. Der Ernst des Bären kamhinzu, mir die Fassung zu rauben. Stöße und Finten wechseltensich ab, nur triefte der Schweiß: umsonst! Nicht blos daß der Bär,wie der erste Fechter der Welt, alle meine Stöße parirte; auf Fin-ten — was ihm kein Fechter der Welt nachmacht — ging er gar-