Ueber LaS Marivncttcntheater.
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Er erwiebertc, daß, wenn ein Geschäft von seiner mechanischenSeite leicht sei, daraus noch nicht folge, daß es ganz ohne Empfindungbetrieben werden könne. Die Linie, die der Schwerpunkt zu beschrei-ben hat, wäre zwar sehr einfach, und, wie er glaube, in den meistenFällen gerad. In Fällen, wo sie krumm sei, scheine das Gesetz ihrerKrümmung wenigstens von der ersten oder höchstens zweiten Ord-nung, und auch in diesem letzten Fall nur elliptisch; welche Formder Bewegung den Spitzen des menschlichen Körpers, wegen der Ge-lenke, überhaupt die natürliche sei »nd also dem Maschinisten keinegroße Kunst koste zu verzeichnen. Dagegen wäre diese Linie wiedervon einer anderen Seite etwas sehr GehcimnißvolleS. Denn siewäre nichts Anderes als der Weg der Seele des Tänzers; und erzweifle, daß sie anders gefunden werden könne als dadurch, daß sichder Maschinist in den Schwerpunkt der Marionette versetzt, d. h. mitandern Worten, tanzt.
Ich erwiederte, daß man mir das Geschäft desselben als etwasziemlich Geistloses vorgestcllt habe, etwa was das Drehen einerKurbel sei, die eine Leier spielt.
Keineswegs, antwortete er; vielmehr verhalten sich die Bewe-gungen seiner Finger zur Bewegung der daran befestigten Puppenziemlich künstlich, etwa wie Zahlen zu ihren Logarithmen, oder dieAsymptote zur Hyperbel. Inzwischen glaube er, daß auch dieser letzteBruch von Geist, von dem er gesprochen, aus den Marionetten ent-fernt werden, daß ihr Tanz gänzlich ins Reich mechanischer Kräftehinüber gespielt und vermittelst einer Kurbel, so wie ich es mir ge-dacht, hervorgsbracht werden könne.
Ich äußerte meine Verwunderung, zu sehen, welcher Aufmerksam-keit er diese für den Hansen erfundene Spielart einer schönen Kunstwürdige. Nicht blos, daß er sie einer höheren Entwickelung für fä-hig halte, er scheine sich sogar selbst damit zu beschäftigen.
Er lächelte und sagte, er getraue sich zu behaupten, daß wennH. v. Klcist's Werke. III. Ld. 20