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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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ließ: bevor ihr das Feiier an jenen Scheiterhaufen legt, vernehmtein Wort, das euch der Mnnd dieses Sünders zu eröffnen hat!Wie? rief der Kaiser, indem er sich leichenblaß von seinem Sitz er-hob, hat das geheiligte Urtheil Gottes nicht für die Gerechtigkeitseiner Sache entschieden, und ist es, nach dem was vorgcfallen, auchnur zu denken erlaubt, daß Littcgarde an dem Frevel, dessen er siegeziehen, unschuldig sei? Bei diesen Worten stieg er betroffen vomAltan herab; und mehr denn tausend Ritter, denen alles Volk überdie Bänke und Schranken herab folgte, drängten sich um das Lagerdes Kranken zusammen. Unschuldig, versetzte dieser, indem er sichgestützt ans den Prior, halb darauf emporrichtcte, wie es der Spruchdes höchsten Gottes an jenem verhangnißvollcn Tage vor den Au-gen aller versammelten Bürger von Basel entschieden hat! Denn er,von drei Wunden, jede tödtlich, getroffen, blüht, wie ihr seht, inKraft und Lebensfülle; indessen ein Hieb von seiner Hand, der kaumdie äußerste Hülle meines Lebens zu berühren schien, in langsamfürchterlicher Fortwirknng den Kern desselben selbst getroffen, undmeine Kraft wie der Sturmwind eine Eiche gefällt hat. Aber hier,falls ein Ungläubiger noch Zweifel hegen sollte, sind die Beweise:Nosalie ihre Kammerzofe war es, die mich in jener Nacht des hei-ligen Remigius empfing, während ich Elender in der Verblendungmeiner Sinne sie selbst, die meine Anträge stets mit Verachtungzurückgewiesen hat, in meinen Armen zu halten meinte! Der Kaiserstand erstarrt wie zn Stein bei diesen Worten da. Er schickte, indemer sich nach dem Scheiterhaufen nmkehrte, einen Ritter ab, mit demBefehl selbst die Leiter zn besteigen, und den Kämmerer sowohl alsdie Dame, welche letztere bereits in den Armen ihrer Mutter in Ohn-macht lag, losznbinden und zn ihm hcranznführen. Nun, jedes Haarauf eurem Haupt bewacht ein Engel! rief er, da Littegarde mit halboffner Brust und entfesselten Haaren an der Hand Herrn Friedrichs,ihres Freundes, dessen Knice selbst unter dem Gefühl dieser wunder-