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Der Zweikampf.
wahre deine Sinne vor Verzweiflung! thürme das Gefühl, bas indeiner Brust lebt, wie einen Felsen empor, halte dich daran undwanke nicht, und wenn Erd' und Himmel unter dir und über dirzu Grunde gingen! Laß »ns von zwei Gedanken, die die Sinneverwirren, den verständlicheren und begreiflicheren denken, und chedu dich schuldig glaubst, lieber glauben, daß ich in dem Zweikampf,den ich für dich gcfochten, siegte! — Gott, Herr meines Lebens,setzte er in diesem Augenblick hinzu, indem er seine Hände vor seinAntlitz legte, bewahre meine Seele selbst vor Verwirrung! Ich meine,so wahr ich selig werden will, vom Schwert meines Gegners nichtüberwunden worden zu sein, da ich schon unter den Staub seinesFußtritts hingeworfcn, wieder ins Dasein erstanden bin. Wo liegtdie Verpflichtung der höchsten göttlichen Weisheit, die Wahrheit imAugenblick der glanbensvollen Anrufung selbst auznzeigen und aus-znsprechen? O Littegarde, beschloß er, indem er ihre Hand zwischendie seinigeu drückte: im Leben laß uns auf den Tod, und im Todeans die Ewigkeit hinaus sehen, und des festen unerschütterlichen Glau-bens sein, deine Unschuld wird, und wird durch den Zweikampf, denich für dich gcfochten, zum heitern Hellen Licht der Sonne gebrachtwerden! — Bei diesen Worten trat der Schloßvogt ein; und da erFrau Helena, welche weinend an einem Tisch saß, erinnerte, daß soviele Gemüthsbewegnngen ihrem Sohne schädlich werden könnten:so kehrte Herr Friedrich auf das Zureden der Genügen, nicht ohnedas Bewußtsein, einigen Trost gegeben und empfangen zu haben,wieder in sein Gcfängniß zurück.
Inzwischen war vor dem zu Basel von dem Kaiser eingesetztenTribunal gegen Herrn Friedrich von Trota sowohl, als seine Freun-din Frau Littegarde von Ancrstein die Klage wegen sündhaft auge-rnfenen göttlichen Schicdsnrtheils eingclcitet, und beide dem bestehen-den Gesetz gemäß vernrtheilt worden, ans dem Platz des Zweikampfsselbst den schmählichen Tod der Flammen zu erleiden. Man schickte