Der Zweikampf.
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eine Deputation von Rathen ab, nin es den Gefangenen anzukün-digen, und das Urtheil würde auch gleich nach Wiederherstellung desKämmerers an ihnen vollstreckt worden sein, wenn es des Kaisersgeheime Absicht nicht gewesen wäre, den Grafen Jacob den Roth-bart, gegen den er eine Art von Mißtrauen nicht unterdrücken konnte,dabei gegenwärtig zu sehen. Aber dieser lag ans eine in der Thatsonderbare und merkwürdige Weise an der kleinen, dem Anscheinnach unbedeutenden Wunde, die er zu Anfang des Zweikampfs vonHerrn Friedrich erhalten hatte, noch immer krank; ein äußerst ver-derbter Zustand seiner Säfte verhinderte von Tage zu Tage undvon Woche zu Woche die Heilung derselben, und die ganze Kunstder Aerzte, die mau nach »nd nach ans Schwaben und der Schweizherbsirief, vermochte nicht sie zu schließen. Ja ein ätzender der gan-zen damaligen Heilkunst unbekannter Eiter fraß auf eine krebsartigeWeise bis ans den Knochen herab im ganzen System seiner Handum sich, dergestalt daß man zum Entsetzen aller seiner Freunde ge-nöthigt gewesen war, ihm die ganze schadhafte Hand und späterhin,da auch hierdurch dem Eiterfraß kein Ziel gesetzt ward, den Armselbst abznnehmen. Aber auch dies als eine Radicalcnr geprieseneHeilmittel vergrößerte nur, wie man heut zu Tage leicht eingesehenhaben würde, statt ihm abznhelfen, das Ucbel; und die Aerzte, dasich sein ganzer Körper nach und nach in Eiterung und Fänlnißauflöste, erklärten, daß keine Rettung sür ihn sei und er noch vorAbschluß der laufenden Woche sterben müsse. Vergebens forderteihn der Prior des Angnstiuerklosters, der in dieser unerwarteten Wen-dung der Dinge die furchtbare Hand Gottes zu erblicken glaubte,auf, in Bezug auf den zwischen ihm und der Herzogin Regentinbestehenden Streit die Wahrheit einzugcstehcn; der Graf nahm, durchund durch erschüttert, noch einmal das heilige Sakrament auf dieWahrhaftigkeit seiner Aussage, und gab unter allen Zeichen der ent-setzlichsten Angst, falls er Frau Littegardcn verlänmderischer Weise