Der Zweikampf.
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mit dem Papier in sein Gemach zu verfügen; doch der jüngere stellteihm vor, wie bedenklich dieser Schritt sei, da der Graf die Klugheitgehabt den Zettel nicht zu unterschreiben; worauf beide in der tiefstenEntrüstung über eine so beleidigende Ausführung, sich noch in der-selben Nacht mit mir in den Wagen setzten, und mit dem Entschlußseine Bnrg nie wieder mit ihrer Gegenwart zu beehren, ans dasSchloß ihres Vaters znrückkehrtcn. Dies ist die einzige Gemeinschaft,setzte sie hinzu, die ich jemals mit diesem Nichtswürdigen und Nie-derträchtigen gehabt! — Wie? sagte der Kämmerer, indem er ihrsein thränenvollcs Gesicht znkshrtc: diese Worte waren Musik mei-nem Ohr! — Wiederhole sie mir! sprach er nach einer Panse, in-dem er sich ans Kniecn vor ihr nicderließ und seine Hände faltete:hast du mich um jenes Elenden willen nicht vcrrathcn, und bist durein von der Schuld, deren er dich vor Gericht geziehen? Lieber!flüsterte Littegarde, indem sie seine Hand an ihre Lippen drückte —Bist du's? rief der Kämmerer: bist dn's? — Wie die Brust einesncngeborncn Kindes, wie Pas Gewissen eines ans der Beichte kom-menden Menschen, wie die Leiche einer in der Sakristei unter derEinkleidung verschiedenen Nonne! — O Gott der Allmächtige! riefHerr Friedrich, ihre Kniee umfassend, habe Dank! Deine Worte ge-ben mir das Leben wieder; der Tod schreckt mich nicht mehr, und dieEwigkeit, so eben noch wie ein Meer unabsehbaren Elends vor mirausgcbreitct, geht wieder wie ein Reich voll tausend glänziger Sonnenvor mir ans! — Du Unglücklicher, sagte Littegarde, indem sie sichznrückzog: wie kannst du dem, was dir mein Mund sagt, Glaubenschenken? — Warum nicht? fragte Herr Friedrich glühend. — Wahn-sinniger! Rasender! rief Littegarde; hat das geheiligte Urtheil Got-tes nicht gegen mich entschieden? — hast du dem Grafen nicht injenem verhängnißvollen Zweikampf unterlegen, und er nicht die Wahr-haftigkeit dessen, was er vor Gericht gegen mich angebracht, aus-gckämpft? — O meine theuerstc Littegarde, rief der Kämmerer: be-
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