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Der Zweikampf.
des unbewohnten Schloßthnrms, beschrieben, worin sie ihn, von denWächtern unbemerkt, eingesührt, da« Lager, von Polstern bequemund Prächtig unter einem Thronhimmel aufgestapclt, worauf sie sichin schaamloser Schwelgerei heimlich mit ihm gebettet! Ein Eidschwurin einer solchen Stunde getha», enthält keine Lüge; und hätte ich Ver-blendete meinem Sohn auch nur noch in dem Augenblick des ans-brcchcnden Zweikampfs eine Anzeige davon gemacht: so würde ichihm die Augen geöffnet haben, und er vor dem Abgrund an welchemer stand, zurückgebcbt sein. — Aber komm! rief Frau Helena, indemsie Herrn Friedrich sanft umschloß und ihm einen Kuß ans die Stirnedrückte: Entrüstung, die sie der Worte würdigt, ehrt sie; nnscrnRücken mag sie erschau», und vernichtet durch die Vorwürse, womitwir sie verschonen, verzweifeln! — Der Elende! versetzte Littcgarde,indem sie sich gereizt durch diese Worte emporrichtcte. Sie stützte ihrHaupt schmerzvoll ans ihre Knice, und indem sie heiße Thränen ansihr Tuch nicdcrwcinte, sprach sie: Ich erinnere mich, daß meine Brü-der und ich drei Tage vor jener Nacht des heiligen Remigius ans fei-nem Schlosse waren; er hatte, wie er oft zu thnn Pflegte, ein Festmir zu Ehren veranstaltet, und mein Vater, der den Reiz meineransblühendcn Jugend gern gefeiert sah, mich bewogen, die Einladungin Begleitung meiner Brüder anznnehmen. Spät nach Beendigungdes Tanzes, da ich mein Schlafzimmer besteige, finde ich einen Zet-tel auf meinem Tisch liegen, der von unbekannter Hand geschriebenund ohne Namensnnterschrift eine förmliche Liebeserklärung enthielt.Eö traf sich, daß meine beiden Brüder gerade wegen Verabredungunserer Abreise, die aus den kommenden Tag festgesetzt war, in demZimmer gegenwärtig waren; und da ich keine Art des Geheimnissesvor ihnen zu haben gewohnt war, so zeigte ich ihnen, von sprach-losen: Erstaunen ergriffen, den sonderbaren Fund, den ich so eben ge-macht hatte. Diese, welche sogleich des Grafen Hand erkannten,schäumten vor Wnth, und der ältere war willens sich angenblickS