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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Der Zweikampf.

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Die Hölle, mit allen Schauern und Schrecknissen, ist süßer mir undanznschancn lieblicher, als der Frühling deines mir in Huld undLiebe zugekehrten Angesichts! Gott im Himmel! rief der Käm-merer: was soll ich denn von dieser Zerknirschung deiner Seele den-ken? sprach das Gottcsnrthcil, Unglückliche, die Wahrheit, und bistdu des Verbrechens, dessen dich der Graf vor Gericht geziehen hat, bistdu dessen schuldig? Schuldig, überwiesen, verworfen, in Zeitlich-keit und Ewigkeit verdammt und vcrurtheilt! rief Littegardc, indemsie sich den Busen wie eine Rasende zerschlug: Gott ist wahrhaftigund untrüglich; geh, meine Sinne reißen und meine Kraft bricht.Laß mich mit meinem Jammer und meiner Verzweiflung allein!Bei diesen Worten fiel Herr Friedrich in Ohnmacht; und währendLittegardc sich mit einem Schleier das Haupt verhüllte, und sich, wiein gänzlicher Verabschiedung von der Welt, auf ihr Lager zurllcklegte,stürzten Bertha und Kunigunde jammernd über ihren entseelten Bru-der, um ihn wieder iu's Leben znrückzurufen. O sei verflucht! riefFrau Helena, da der Kämmerer wieder die Augen aufschlng: ver-flucht zu ewiger diene diesseits des Grabes, und jenseits desselbenzu ewiger Verdammniß: nicht wegen der Schuld, die du jetzt cin-gestehst, sondern wegen der Unbarmherzigkeit und Unmenschlichkeit,sie eher nicht, als bis du meinen schuldlosen Sohn mit dir in's Ver-derben hcrabgerissen, einzngcstehn! Ich Thörin! fuhr sic fort, indemsie sich verachtungsvoll von ihr abwandte, hätte ich doch einem Wort,das mir noch kurz vor Eröffnung des Gottesgerichts der Prior deshiesigen Angnstincrklostcrs anvertrant, bei dem der Graf in frommerVorbereitung zu der entscheidenden Stunde, die ihm bcvorstand, zurBeichte gewesen, Glauben geschenkt! Ihm hat er ans die heilige Hostiedie Wahrhaftigkeit der Angabe, die er vor Gericht in Bezug auf dieElende niedcrgclcgt, beschworen; die Gartenpforte hat er ihm bezeich-net, an welcher sie ihn der Verabredung gemäß beim Einbruch derNacht erwartet und empfangen, das Zimmer ihm, ein SeitengemachH. v. Kleists Werke. III. Vd. 19