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Der Zweikampf.
den dreifachen Ruf des vor dem Allan der Kampfrichter stehendenHerolds Leide, von Kopf zu Fuß in schimmerndes Erz gerüstet, HerrFriedrich und der Graf Jacob, zur Ansfechtnng ihrer Sache in dieSchranken traten. Fast die ganze Ritterschaft von Schwaben undder Schweiz war ans der Rampe des im Hintergrund befindlichenSchlosses gegenwärtig; und ans dem Balkon desselben saß, von sei-nem Hofgesinde umgeben, der Kaiser selbst nebst seiner Gemahlinund den Prinzen und Prinzessinnen, seinen Söhnen und Töchtern.Kurz vor Beginn des Kampfes, während die Richter Licht und Schat-ten zwischen den Kämpfern theiltcn, traten Frau Helena und ihrebeiden Töchter Bertha und Kunigunde, welche Littegarden nach Ba-sel begleitet hatten, noch einmal an die Pforten des Platzes, undbaten die Wächter, die daselbst standen, um die Erlaubnis; eintrctenund mit Frau Littegarden, welche einem uralten Gebrauch gemäßauf einem Gerüst innerhalb der Schranken saß, ein Wort sprechenzu dürfen. Denn obschon der Lebenswandel dieser Dame die voll-kommenste Achtung und ein ganz uneingeschränktes Vertrauen in dieWahrhaftigkeit ihrer Versicherungen zu erfordern schien, so stürztedoch der Ring, den der Graf Jacob anfznweisen hatte, und nochmehr der Umstand, daß Littegarde ihre Kammerzofe, die Einzige,die ihr hätte znm Zeugniß dienen können, in der Nacht des heiligenRemigius beurlaubt hatte, ihre Gemüther in die lebhafteste Besorg-niß; sie beschlossen die Sicherheit des Bewußtseins, das der Ange-klagten inwohnte, im Drang dieses entscheidenden Augenblicks nocheinmal zu prüfen, und ihr die Vergeblichkeit, ja GotteSlästerlichkeitdes Unternehmens, falls wirklich eine Schuld ihre Seele drückte, auseinander zu setzen, sich durch den heiligen Ansspruch der Waffen,der die Wahrheit unfehlbar an's Licht bringen würde, davon reinigenzu wollen. Und in der That hatte Littegarde alle Ursache, den Schritt,den Herr Friedrich jetzt für sie that, wohl zu überlegen: der Schei-terhaufen wartete ihrer sowohl als ihres Freundes, des Ritters von