Der Zweikampf.
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als er es nach einem flüchtig hinein geworfenen Blick von oben bisunten zerriß, und die Stücken sammt seinem Handschuh, die er zu-sammenwickelte, mit der Erklärung dem Grafen Jacob dem Roth-bart in's Gesicht warf, daß er ein schändlicher und niederträchtigerVerläumber, und er entschlossen sei, die Schuldlosigkeit Frau Litte-gardenS an dem Frevel, den er ihr vorgeworfen, aus Tod und Le-ben vor aller Welt im GotteSnrtheil zu beweisen! — Graf Jacobder Nothbart, nachdem er, blaß im Gesicht, den Handschuh ausge-nommen, sagte: so gewiß als Gott gerecht im Urtheil der Waffenentscheidet, so gewiß werde ich dir die Wahrhaftigkeit dessen, wasich, Frau Littegarden betreffend, nothgedrnngen verlautbart, im ehr-lichen ritterlichen Zweikampf beweisen! Erstattet, edle Herren, spracher, indem er sich zu den Richtern wandte, kaiserlicher Majestät Be-richt von dem Einspruch, welchen Herr Friedrich gethan, und ersuchtsie, uns Stunde und Ort zu bestimmen, wo wir uns mit demSchwert in der Hand zur Entscheidung dieser Streitsache begegnenkönnen! Dem gemäß schickten die Richter unter Aufhebung der Ses-sion eine Deputation mit dein Bericht über diesen Vorfall an denKaiser ab; und da dieser durch das Auftreten Herrn Friedrichs alsVerthcidiger Littegardens nicht wenig in seinem Glauben an die Un-schuld des Grafen irre geworden war, so rief er, wie es die Ehrcn-gesetze erforderten, Frau Littegarden zur Beiwohnung des Zweikampfsnach Basel, und setzte zur Aufklärung des sonderbaren Geheimnisses,das über dieser Sache schwebte, den Tag der heiligen Margaretheals die Zeit, und den Schlossplatz zu Basel als den Ort an, wobeide, Herr Friedrich von Trota und der Gras Jacob der Nothbart,in Gegenwart Frau Littegardens einander treffen sollten.
Eben ging, diesem Schluß gemäß, die Mittagssonne des Mar-garethentages über die Thttrme der Stadt Basel, und eine unermeß-liche Menschenmenge, für welche man Bänke und Gerüste zusam-mengezimmert hatte, war ans dem Schloßplatz versammelt, als auf