Der Zweikampf.
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eines verwundeten Ebers tüchtiger Weise das Leben gerettet hatte,der Theuerste und Liebste; inzwischen hatte sie sich aus Besorgniß,ihren beiden aus die Hinterlassenschaft ihres Vermögens rechnendenBrüdern dadurch zu mißfallen, aller Ermahnungen ihres Vaters un-geachtet noch nicht entschließen können, ihm ihre Hand zu geben. Jaals Rudolph, der Aeltere von beiden, sich mit einem reichen Fräu-lein aus der Nachbarschaft vermählte und ihm nach einer dreijährigenkinderlosen Ehe zur großen Freude der Familie ein Stammhaltergeboren ward, so nahm sie, durch manche deutliche und undeutlicheErklärung bewogen, von Herrn Friedrich, ihrem Freunde, in einemunter vielen Thräncn abgcfaßtcn Schreiben förmlich Abschied undwilligte, um die Einigkeit des Hauses zu erhalten, in den Vor-schlag ihres Bruders, den Platz als Aebtissin in einem Franenstifteinznnehmen, das unfern ihrer väterlichen Burg an den Ufern desRheins lag.
Gerade um die Zeit, da bei dem Erzbischof von Straßburgdieser Plan betrieben ward und die Sache im Begriff war zur Aus-führung zu kommen, war es, als der Landdrost Herr Winfried vonBreda durch das von dem Kaiser eingesetzte Gericht die Anzeige vonder Schande seiner Tochter Littegarde und die Aufforderung erhielt,dieselbe zur Verantwortung gegen die von dem Grafen Jacob widersie angebrachte Beschuldigung nach Basel zu befördern. Man be-zeichnete ihm im Verlauf des Schreibens genau die Stunde und denOrt, in welchem der Graf seinem Vorgeben gemäß bei Frau Litte-garde seinen Besuch heimlich abgcstattet haben wollte, und schickteihm sogar einen von ihrem verstorbenen Gemahl herrührenden Ringmit, den er beim Abschied zum Andenken an die verflossene Nachtaus ihrer Hand empfangen zu haben versicherte. Nun litt HerrWinfried eben am Tage der Ankunft dieses Schreibens an einer schwe-ren und schmerzvollen Unpäßlichkeit des Alters; er wankte in einemäußerst gereizten Zustande an der Hand seiner Tochter im Zimmer