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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Der Zweikampf.

was ein Ritter der Ehre solcher Damen, deren Gunst ihm heimlichzn Theil wird, schuldig ist; und wahrlich! hätte der Himmel nichtaus heiterer Luft dies sonderbare Verhängniß über mein Haupt zusam-mcngesnhrt, so würde das Geheimnis;, das in meiner Brust schläft,mit mir gestorben, zn Staub verwest und erst, auf den Posannenrusdes Engels, der die Gräber sprengt, vor Gott mit mir erstandensein. Die Frage aber, die kaiserliche Majestät durch euren Mundan mein Gewissen richtet, macht, wie ihr wohl selbst einseht, alleRücksichten und alle Bedenklichkeiten zu Schanden; und weil ihr dennwissen wollt, warum es weder wahrscheinlich noch auch selbst mög-lich sei, daß ich an dem Mord meines Bruders, es sei nun persön-lich oder mittelbar, Theil genommen, so vernehmt, daß ich in derNacht des heiligen Remigius, also zur Zeit, da er verübt worden,heimlich bei der schönen, in Liebe mir ergebenen Tochter deö Land-drost Winfried von Breda, Frau Wittib Littegarde von An er-st ein war.

Nun muß man wissen, daß Frau Wittib Littegarde von Aner-sicin, so wie die schönste, so auch bis ans den Augenblick dieser schmäh-lichen Anklage die unbescholtenste und makelloseste Frau des Landeswar. Sie lebte seit dein Tode des SchloßhanptmannS von Auer-stcin, ihres Gemahls, den sie wenige Monden nach ihrer Vermäh-lung an einem ansteckenden Fieber verloren hatte, still und eingezogcnans der Burg ihres Vaters; und nur ans den Wunsch dieses altenHerrn, der sie gern wieder vermählt zu sehen wünschte, ergab siesich darin, dann und wann bei den Jagdfcslcn und Banketten zn er-scheinen, welche von der Ritterschaft der umliegenden Gegend undhauptsächlich von Herrn Jacob dem Rothbart angestellt wurden.Viele Grafen und Herren aus den edelsten und begütertsten Geschlech-tern des Landes fanden sich mit ihren Werbungen bei solchen Ge-legenheiten um sie ein, und unter diesen war ihr Herr Friedrich vonTrota der Kämmerer, der ihr einst auf der Jagd gegen den Anlauf