Der Zweikampf.
269
sämmtliche über den Vorfall lautende Acteustücke zu, und bat in sei-uer Eigenschaft als Reichsoberhaupt ihr die Untersuchung in einerSache abznnehmen, in der sie selber als Partei besangen sei. DerKaiser, der sich wegen Verhandlungen mit der Eidgenossenschaft ge-rade damals in Basel aushielt, willigte in diesen Wunsch; er setztedaselbst ein Gericht von drei Grafen, zwölf Rittern und zwei Ge-richtsassessorcn nieder; und nachdem er dem Grafen Jacob dem Roth-bart, dem Antrag seiner Freunde gemäß, gegen die dargeboteue Bürg-schaft von 20000 Mark Silbers freies Geleit zugestanden hatte,forderte er ihn auf, sich dem erwähnten Gericht zu stellen und dem-selben über die beiden Punkte, wie der Pscil, der »ach seinem eige-nen Geständniß sein gehöre, in die Hände des Mörders gekommen;auch, an welchen: dritten Ort er sich in der Nacht des heiligen Re-migius aufgehalten habe, Red' und Antwort zu geben.
Es war am Montag nach Trinitatis, als der Graf Jacob derRothbart mit einem glänzenden Gefolge von Rittern, der an ihnergangenen Aufforderung gemäß, in Basel vor den Schranken desGerichts erschien und sich daselbst mit Uebergchuug der ersten, ihm,wie er vorgab, gänzlich unauflöslichen Frage, in Bezug auf diezweite, welche für den Streitpunkt entscheidend war, folgendermaßenfaßte: Edle Herren! und damit stützte er seine Hände auf das Ge-länder, und schaute aus seinen kleinen blitzenden Angen, von reich-lichen Augenwimpern überschattet, die Versammlung an. Ihr be-schuldigt mich, der von seiner Gleichgültigkeit gegen Krone und Scep-ker Proben genug gegeben hat, der abscheulichsten Handlung, diebegangen werden kann, der Ermordung meines mir in der Thatwenig geneigten aber darum nicht minder thcuren Bruders; undals einen der Gründe, worauf ihr eure Anklage stützt, führt ihr au,daß ich in der Nacht des heiligen Remigius, da jener Frevel ver-übt ward, gegen eine durch viele Jahre beobachtete Gewohnheit ansmeinem Schlosse abwesend war. Nun ist mir gar wohl bekannt,