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Der Zweikampf.
zogin seine Frau in Schutz nahm, beleidigend zu werben: als derGraf, der die Papiere noch einmal übcrlesen hatte, indem er plötz-lich unter sie trat, anSrief: ruhig, meine Freunde! — und damitnahm er sein Schwert, das im Winkel stand, und übergab es demRitter mit den Worten, daß er sein Gefangener sei. Auf die be-troffene Frage des Ritters, ob er recht gehört, und ob er in derThat die beiden Klagpnnkte, die der Kanzler aufgesetzt, anerkenne,antwortete der Graf: ja! ja! ja! — Inzwischen hoffe er der Noth-wendigkeit übcrhobcn zu sein, den Beweis wegen seiner Unschuld an-ders als vor den Schranken eines förmlich von der Herzogin nieder-gesetzten Gerichts zu führen. Vergebens bewiesen die Ritter, mitdieser Aenßeruug höchst unzufrieden, daß er in diesem Fall wenig-stens keinem andern als dem Kaiser von dem Zusammenhang derSache Rechenschaft zu geben brauche; der Graf, der sich in einersonderbar plötzlichen Wendung der Gesinnung auf die Gerechtigkeitder Negcntin berief, bestand darauf, sich vor dem Landestribunal zustellen, und schon, indem er sich aus ihren Armen losriß, rief eraus dem Fenster hinaus nach seinen Pferden, willens, wie er sagte,dem Abgeordneten unmittelbar in die Nitterhaft zu folgen: als dieWaffcngefährten ihm gewaltsam mit einem Vorschlag, den er endlichannehmen mußte, in den Weg traten. Sie setzten in ihrer Gesammt-zahl ein Schreiben an die Herzogin ans, forderten als ein Recht, dasjedem Ritter in solchem Fall zustehe, freies Geleit für ihn, und bo-ten ihr zur Sicherheit, daß er sich dem von ihr errichteten Tribunalstellen, auch allein, was dasselbe über ihn verhängen möchte, unter-werfen würde, eine Bürgschaft von 20000 Mark Silbers an.
Die Herzogin ans diese unerwartete und ihr unbegreifliche Er-klärung hielt cs Lei den abscheulichen Gerüchten, die bereits über dieVeranlassung der Klage im Volk herrschten, für das Nathsamste, mitgänzlichem Zurücktreten ihrer eigenen Person, dem Kaiser die ganzeStreiffache vorznlegen. Sie schickte ihm ans den Rath des Kanzlers