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Der Findling.
denn kaum hatte Elvire, die bald darauf eintrat, nach einer stillenund ruhigen Entkleidung, wie sie gewöhnlich zu thnn Pflegte, denscidnen Vorhang der die Nische bedeckte eröffnet und ihn erblickt, alssie schon Colino! mein Geliebter! rief und ohnmächtig auf das Ge-täfel des Bodens niedcrsank. Nicolo trat aus der Nische hervor;er stand einen Augenblick, im Anschancn ihrer Reize versunken, undbetrachtete ihre zarte, unter dem Kuß des Todes plötzlich erblassendeGestalt; hob sie aber bald, da keine Zeit zu verlieren war, in seinenArmen ans, und trug sie, indem er das schwarze Tuch von demBilde Herabriß, ans das im Winkel des Zimmers stehende Bett. Diesabgethan, ging er die Thür zu verriegeln, fand aber daß sie schonverschlossen war; und sicher, daß sie auch nach Wiederkehr ihrer ver-störten Sinne seiner phantastischen, dem Ansehen nach überirdischenErscheinung keinen Widerstand leisten würde, kehrte er jetzt zu demLager zurück, bemüht, sie mit heißen Küssen auf Brust und Lippenanszuwccken. Aber die Nemesis, die dem Frevel auf dem Fuß folgt,wollte, daß Piachi, den der Elende noch auf mehrere Tage entferntglaubte, unvermnthct in eben dieser Stunde in seine Wohnung zu-rückkehren mußte; leise, da er Elviren schon schlafend glaubte, schlicher durch den Corridor heran, und da er immer den Schlüssel beisich trug, so gelang cs ihm, plötzlich, ohne daß irgend ein Geräuschihn angekündigt hätte, in das Zimmer einzntreten. Nicolo standwie vom Donner gerührt; er warf sich, da seine Büberei ans keineWeise zu bemänteln war, dem Alten zu Füßen, und bat ihn un-ter Betheuerung den Blick nie wieder zu seiner Frau zu erheben umVergebung. Und in der That war der Alte auch geneigt die Sachestill abzumachen; sprachlos, wie ihn einige Worte Elvircns gemachthatten, die sich von seinen Armen umfaßt, mit einem entsetzlichenBlick, den sie ans den Elenden warf, erholt hatte, nahm er bloß,indem er die Vorhänge des Bettes, auf welchem sie ruhte, zuzog,die Peitsche von der Wand, öffnete ihm die Thür und zeigte ihm