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Der Findling.
ihr Auge seine schwankende Ueberzeiigung krönen würde. Nichtsstörte ihn in dem Taumel, der ihn ergriffen hatte, als die bestimmteErinnerung, daß Elvire das Bild, vor dem sie auf Kniccn lag, da-mals, als er sie durch das Schlüsselloch belauschte, Colino genannthatte; doch auch in dem Klang dieses im Laude nicht eben gebräuch-lichen Namens lag mancherlei, das sein Herz, er wußte nicht warum,in süße Träume wiegte, und in der Alternative, einem von beidenSinnen, seinem Auge oder seinem Ohr zn mißtrauen, neigte er sichwie natürlich zu demjenigen hinüber, der seiner Begierde am leb-haftesten schmeichelte.
Inzwischen kam Elvire erst nach Verlauf mehrerer Tage von demLaude zurück, und da sie anö dem Hause des Vetters, den sie be-sucht hatte, eine junge Verwandte mitbrachte, die sich in Rom um-znschen wünschte, so warf sic, mit Artigkeiten gegen diese beschäftigt,auf Nicolo, der sie sehr freundlich aus dem Wagen hob, nur einenflüchtigen nichtSbedeuteiiden Blick. Mehrere Wochen, der Gastfrenndindie man bewirthete aufgeopsert, vergingen in einer dem Hause un-gewöhnlichen Unruhe; mau besuchte in und außerhalb der Stadt,was einem Mädchen, jung und lebensfroh wie sie war, merkwürdigsein mochte; und Nicolo, seiner Geschäfte im Comtoir halber znallen diesen kleinen Fahrten nicht eiugeladen, fiel wieder in Bezugans Elviren in die übelste Laune zurück. Er begann wieder mit denbittersten und gnälendsten Gefühlen an den Unbekannten zurück zudenken, den sie in heimlicher Ergebung vergötterte; und dies Gefühlzerriß besonders am Abend der längst mit Sehnsucht erharrten Ab-reise jener jungen Verwandten sein verwildertes Herz, da Elvire, stattnun mit ihm zu sprechen, schweigend während einer ganzen Stundemit einer kleinen weiblichen Arbeit beschäftigt am Spcisetisch saß.ES traf sich, daß Piachi wenige Tage zuvor nach einer Schachtelmit kleinen elfenbeinernen Buchstaben gefragt hatte, vermittelst wel-cher Nicolo in seiner Kindheit unterrichtet worden, und die dem Al-