Dcr Findling.
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Verwandten besuchen wollten, an einem Sonntag ans das Land rei-seten, und kaum wußte Nicolo auf diese Weise das Feld rein, alser schon zu Lavieren eilte, und diese mit einer kleinen Tochter, diesic von dein Cardinal hatte, unter dem Vorwände Gemälde undStickereien zu besehen, als eine fremde Dame in Elvirens Zimmerführte. Doch wie betroffen war Nicolo, als die kleine Klara (sohieß die Tochter), sobald er nur den Vorhang erhoben hatte, aus-rief: Gott, mein Vater! Signor Nicolo, wer ist das anders alsSic? — Lavier« verstummte. Das Bild in der That, je längersie es ansah, hatte eine auffallende Aehnlichkeit mit ihm; besonderswenn sie sich ihn, wie ihrem Gcdächtniß gar wohl möglich war, indem ritterlichen Aufzug dachte, in welchem er vor wenigen Monatenheimlich mit ihr auf dem Carneval gewesen war. Nicolo versuchteein plötzliches Erröthen, das sich über seine Wangen ergoß, wegzu-spotten; er sagte, indem er die Kleine küßte: wahrhastig, liebsteKlare, das Bild gleicht mir, wie du demjenigen, der sich deinenVater glaubt! — Doch Lavier«, in deren Brust das bittere Gefühlder Eifersucht rege geworden war, warf einen Blick auf ihn; siesagte, indem sie vor den Spiegel trat, zuletzt sei es gleichgültig,wer die Person sei; empfahl sich ihm ziemlich kalt und verließ dasZimmer.
Nicolo verfiel, sobald Lavier« sich entfernt hatte, in die lebhaf-teste Bewegung über diesen Auftritt. Er erinnerte sich mit vielerFreude der sonderbaren und lebhaften Erschütterung, in welche erdurch die phantastische Erscheinung jener Nacht Elviren versetzt hatte.Der Gedanke, die Leidenschaft dieser als ein Muster der Tugendnmwandelnden Frau erweckt zu haben, schmeichelte ihm fast eben sosehr, als die Begierde sich an ihr zu rächen; und da sich ihm dieAussicht eröffnete mit einem und demselben Schlage beide, da« eineGelüst wie das andere, zu befriedigen, so erwartete er mit vielerUngeduld Elvirens Wiederkunft,und die Stunde, da ein Blick in