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Der Findling.
kaum war sie ihm aus dem Gesicht, als er schon lief, einen Haupt--schlüsscl herbeizuholen, und nachdem er die Umringung mit scheuenBlicken ein wenig geprüft hatte, heimlich die Thür des Gemachsöffnete. Aber wie erstaunte er, als er Alles leer fand, und in allenvier Winkeln, die er durchspähte, nichts, das einem Menschen auchnur ähnlich war, entdeckte: außer dcni Bild eines jungen Ritters inLebensgröße, das in einer Nische der Wand hinter einem rothseidenenVorhang, von einem besonderen Lichte bestrahlt, ausgestellt war. Ni-colo erschrak, er wußte selbst nicht warum, und eine Menge vonGedanken fuhren ihm, den großen Augen des Bildes, das ihn starransah, gegenüber, durch die Brust; doch ehe er sie noch gesammeltund geordnet hatte, ergriff ihn schon Furcht von Elvircn entdecktund gestraft zu werden; er schloß in nicht geringer Verwirrung dieThür wieder zu und entfernte sich.
Je mehr er über diesen sonderbaren Vorfall nachdachte, je wich-tiger ward ihm das Bild, das er entdeckt hatte, und je peinlicherund brennender ward die Neugierde in ihm, zu wissen, wer damitgemeint sei. Denn er hatte sie im ganzen Umriß ihrer Stellungans Kniecn liegen gesehen, und es war nur zu gewiß, daß derjenige,vor dem dies geschehen war, die Gestalt des jungen Ritters auf derLeinwand war. In der Unruhe des Gemüths, die sich seiner bc-meistertc, ging er zu Lavier a Tartini und erzählte ihr die wunder-bare Begebenheit, die er erlebt hatte. Diese, die in dem InteresseElvircn zu stürzen mit ihm zusammentraf, indem alle Schwierig-keiten, die sie in ihrem Umgang fanden, von ihr herrührten, äußerteden Wunsch, das Bild, das in dem Zimmer derselben aufgestelltwar, einmal zu sehen. Denn einer auSgebreitetcn Bekanntschaft un-ter den Edclleuteu Italiens konnte sie sich rühmen, und falls der-jenige, der hier in Rede stand, nur irgend einmal in Nom gewesenund von einiger Bedeutung war, so durfte sie hoffen ihn zu kennen.Es fügte sich auch bald, daß die beiden Eheleute Piachi, da sie einen