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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Verlobung in St. Domingo.

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rief Toni, und streckte mit einem unbeschreiblichen Blick ihre Hand

nach ihm aus: dich, liebsten Freund, band ich, weil-Aber

sie konnte nicht reden und ihn auch mit der Hand nicht erreichen;sic fiel mit einer plötzlichen Erschlaffung der Kraft wieder auf denSchoost Herrn Strömli's zurück. Weshalb? fragte Gustav blaß,indem er zu ihr niederkniete. Herr Strömli, nach einer langen, nurdurch daS Röcheln Toni's unterbrochenen Pause, in welcher manvergebens auf eine Antwort von ihr gehofft hatte, nahm das Wortund sprach: weil nach der Ankunft Hoango'S dich Unglücklichen zuretten, kein anderes Mittel war; weil sie den Kampf den du un-fehlbar eingegangen wärest vermeiden, weil sie Zeit gewinnen wollte,bis wir, die wir schon vermöge ihrer Veranstaltung herbeieiltcn,deine Befreiung mit den Waffen in der Hand erzwingen konnten.Gustav legte die Hände vor sein Gesicht. Oh! rief er, ohne auf-znsehen, und meinte die Erde versänke unter seinen Füßen: ist das,was ihr mir sagt, wahr? Er legte seine Arme mit ihren Leib undsah ihr mit jammervoll zerrissenem Herzen in's Gesicht. Ach, riefToni und dies waren ihre letzten Worte, du hättest mir nicht miß-trauen sollen! Und damit hauchte sie ihre schöne Seele aus. Gustavraufte sich die Haare. Gewiß! sagte er, da ihn die Vettern von derLeiche Wegriffen: ich hätte dir nicht mißtraue» sollen; denn du warstmir durch einen Eidschwur verlobt, obschon wir keine Worte darübergewechselt hatten! Herr Strömli drückte jammernd den Latz, der desMädchens Brust umschloß, nieder. Er ermunterte den Diener, dermit einigen unvollkommenen Rcttungswerkzcugen neben ihm stand,die Kugel, die, wie er meinte, in dem Brustknochen stecken müsse,auszuziehen; aber alle Bemühung, wie gesagt, war vergebens, siewar von dem Blei ganz durchbohrt, und ihre Seele schon zu bes-seren Sternen entfloh». Inzwischen war Gustav ans Fenster ge-treten; und während Herr Strömli und seine Söhne unter stillen'Dhränen berathschlagten, was mit der Leiche anzufangen sei, und ob