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Die Verlobung in St. Domingo.
den Möwenweiher zurück; und nachdem er noch Toni, welche selbsteinen Helm und einen Spieß genommen hatte, über die Stärke derNeger und ihre Vertheilung im Hofraume ausgcfragt und ihr ver-sprochen hatte, Hoango'S sowohl als ihrer Mutter, so viel es sichthun ließ, Lei dieser Unternehmung zu schonen: stellte er sich muthigund ans Gott vertrauend an die Spitze seines kleinen Hansens, undbrach, von Toni geführt, in die Niederlassung auf.
Toni, sobald der Hausen durch die Hintere Pforte ciugeschlichenwar, zeigte Herrn Strömli das Zimmer, in welchem Hoaugo undBabekan ruhten; und während Herr Strömli geräuschlos mit seinenLeuten in das offne Haus ciutrat uud sich sämmtlicher zusammen-gesetzter Gewehre der Neger bemächtigte/schlich sie zur Seite ab inden Stall, in welchem der süufjährigc Halbbruder des Nanky, Seppy,schlief. Denn Nanky und Seppy, Bastardkinder des alten Hoango,waren diesem, besonders der letzte, dessen Mutter kürzlich gestorbenwar, sehr thencr; und da selbst in dem Fall, daß mau den gefan-genen Jüngling befreite, der Rückzug an den Möwenweiher und dieFlucht von dort nach Port an Prince, der sic sich anzuschließen ge-dachte, noch mancherlei Schwierigkeiten anSgesetzt war: so schloß sienicht unrichtig, daß der Besitz beider Knaben, als einer Art von Un-terpfand, dem Zuge bei etwaniger Verfolgung der Neger von großemVortheil sein würde. Es gelang ihr, den Knaben ungesehen ausseinem Bette zu heben, und in ihren Armen, halb schlafend, halbwachend, in das Hauptgebäude hinübcrzntragen. Inzwischen warHerr Strömli so heimlich als es sich thun ließ mit seinem Haufenin Hoango'S Stubenthllre cingetretcn; aber statt ihn und Babekan,wie er glaubte, im Bette zu finden, standen, durch das Geräuschgeweckt, beide, obschon halbnackt und hülslos, in der Mitte des Zim-mers da. Herr Strömli, indem er seine Büchse in die Hand nahm,rief: sie sollten sich ergeben oder sie wären des Todes! Doch Hoango,statt aller Antwort, riß ein Pistol von der Wand und platzte es.