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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
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Die Verlobung in St. Domingo. 215

grüßnngen desselben mit fester Stimme unterbrach: der Neger Hoangoist auf überraschende Weise mit seinem ganzen Troß in die Nieder-lassung zurück gekommen. Ihr könnt jetzt ohne die größte Lebens-gefahr nicht darin cinkehren; ja euer Netter, der zu seinem Unglückeine Aufnahme darin fand ist verloren, wenn ihr nicht zu den Waf-fen greift, und mir zu seiner Befreiung ans der Hast, in welcherihn der Neger Hoango gefangen hält, in die Pflanzung folgt! Gottim Himmel! riefen, von Schrecken erfaßt, alle Mitglieder der Fa-milie; und die Mutter, die krank und von der Reise erschöpft war,fiel von dem Manlthier ohnmächtig auf den Boden nieder. Toni,während auf den Ruf Herrn Strömli's die Mägde herbeieilten, umihrer Frau zu helfen, führte, von den Jünglingen mit Fragen be-stürmt, Herrn Strömli und die übrigen Männer aus Furcht vordem Knaben Nankh auf die Seite. Sie erzählte den Männern, ihreThräncn vor Schaam und Reue nicht zurückhaltend, Alles was vor-gefallen; wie die Verhältnisse in dem Augenblick, da der Jünglingeingetroffcn, im Hanse bestanden; wie das Gespräch, das sie untervier Angen mit ihm gehabt, dieselben auf ganz unbegreifliche Weiseverändert; was sie bei der Ankunft des Negers, fast wahnsinnig vorAngst, gethan, und wie sie nun Tod und Leben daran setzen wolle,ihn ans der Gefangenschaft, worin sie ihn selbst gestürzt, wieder zubefreien. Meine Mafien! rief Herr Strömki, indem er zu demMaulthier seiner Frau eilte und seine Büchse herabnahm. Er sagte,während auch Adelbert und Gottfried, seine rüstigen Söhne und diedrei wackern Diener sich bewaffneten: Vetter Gustav hat mehr alsEinem von »ns das Leben gerettet; jetzt ist es an uns, ihm dengleichen Dienst zn thun; und damit hob er seine Frau, welche sicherholt hatte, wieder auf bas Maulthier, ließ dem Knaben Nankyans Vorsicht, als eine Art von Geißel, die Hände binden; schickteden ganzen Troß Weiber und Kinder unter dem bloßen Schutz sei-nes dreizehnjährigen gleichfalls bewaffneten Sohnes Ferdinand an