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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Verlobung in St. Domingo.

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gestützt, da sitzen sah, trat zu ihr und nannte sie sein liebes Mäd-chen; klopfte ihr die Wangen und forderte sie auf, ihm den über-eilten Verdacht, den er ihr geäußert, zu vergeben. Die Alte, diegleichfalls vor das Mädchen hingetreten war, stämmte die Armekopfschüttelnd in die Seite und fragte, weshalb sie denn den Frem-den, der doch von der Gefahr, in der er sich befunden, gar nichtsgewußt, mit Stricken in dem Bette festgebuudcn habe. Toni, vorSchmerz und Wuth in der That weinend, antwortete, plötzlich zurMutter gekehrt: weil du keine Augen und Ohren hast! weil er dieGefahr, in der er schwebte, gar wohl begriff! weil er entfliehenwollte; weil er mich gebeten hatte ihm zu seiner Flucht Lchülflichzu fein; weil er einen Anschlag auf dein eignes Leben gemacht hatte,und sein Vorhaben bei Anbruch des Tages ohne Zweifel, wenn ichihn nicht schlafend gebunden hätte, in Ausführung gebracht habenwürde. Der Alte liebkosete und beruhigte das Mädchen und befahlBabekan von dieser Sache zu schweigen. Er rief ein paar Schützenmit Büchsen vor, um das Gesetz, dem der Fremdling verfallen war,augenblicklich an demselben zu vollstrecken; aber Babekan flüsterte ihmheimlich zu: nein, um's Himmels willen, Hoango! Sie nahmihn auf die Seite und bedeutete ihm, der Fremde müsse, bevor erhingerichtet werde, eine Einladung aufsctzen, um vermittelst derselbendie Familie, deren Bekämpfung im Walde manchen Gefahren aus-gesetzt sei, in die Pflanzung zu locken. Hoango, in Erwägung,daß die Familie wahrscheinlich nicht unbewaffnet sein werde, gabdiesem Vorschläge seinen Beifall; er stellte, weil es zu spät war, denBrief verabredeter Maßen schreiben zu lassen, zwei Wachen bei demweißen Flüchtling auS; und nachdem er noch der Sicherheit wegendie Stricke untersucht, auch, weil er sie zu locker befand, ein PaarLeute herbeigerufen hatte, um sie noch enger zusammenzuziehen, ver-ließ er mit seinem ganzen Troß das Zimmer, und Alles nach undnach begab sich zur Ruh.