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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Verlobung in St. Domingo.

anvcrtraut, doppelt sicher Lei ihnen sein sollte; nnb versicherte, baßwenn sie den blutigen Anschlag, den sie ihr geäußert, nicht anfgäbe,sie aus der Stelle hingehen und dem Fremden anzeigen würde, welchcine Mördergrube das Haus sei, in welchem er geglaubt habe seineRettung zu finden. Toni! sagte die Mutter, indem sie die Armein die Seite stammte, und dieselbe mit großen Augen ansah.Gewiß! erwiederte Toni, indem sie die Stimme senkte. Was hatuns dieser Jüngling, der von Geburt gar nicht einmal ein Franzose,sondern, wie wir gesehen haben, ein Schweizer ist, zu leide gethan,daß wir nach Art der Räuber über ihn herfallen, ihn tödten undansplündern wollen? Gelten die Beschwerden, die man hier gegendie Pflanzer führt, auch in der Gegend der Insel, aus welcher erherkommt? Zeigt nicht vielmehr Alles, daß er der edelste nnd vor-trefflichste Mensch ist, nnd gewiß das Unrecht, das die Schwarzenseiner Gattung vorwerfen mögen, auf keine Weise theilt? DieAlte, während sie den sonderbaren Ansdruck des Mädchens betrachtete,sagte bloß mit bebenden Lippen, daß sie erstaune. Sie fragte, wasder junge Portugiese verschuldet, den man unter dem Thorweg kürz-lich mit Keulen zu Boden geworfen habe. Sie fragte, was die bei-den Holländer verbrochen, die vor drei Wochen durch die Kugeln derNeger im Hofe gefallen wären. Sie wollte wissen, was man dendrei Franzosen nnd so vielen andern einzelnen Flüchtlingen vom Ge-schlecht der Weißen zur Last gelegt habe, die mit Büchsen, Spießennnd Dolchen seit dem Ausbruch der Empörung im Hanse hingerichtetworben wären. Beim Licht der Sonne, sagte die Tochter, indemsie wild aufstand, du hast sehr Unrecht mich an diese Gräuelthatenzu erinnern! Die Unmenschlichkeiten, an denen ihr mich Theil zunehmen zwingt, empörten längst mein innerstes Gefühl; nnd ummir Gottes Rache wegen Alles, was vorgefallen, zu versöhnen, soschwöre ich dir, daß ich eher zehnfachen Todes sterben, als zugeben, werde, daß diesem Jüngling, so lange er sich in unserm Hause be-