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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Verlobung in St. Domingo.

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ben; er trug sie, die wie eine Leblose von seiner Schulter nieder-hing, die Treppe hinauf in ihre Kammer, und nachdem er sie aufihr Bette niedergelegt und ihr unter tausend Liebkosungen noch ein-mal Alles, was er ihr schon gesagt, wiederholt hatte, nannte er sienoch einmal seine liebe Braut, drückte einen Kuß auf ihre Wangenund eilte in sein Zimmer zurück.

Sobald der Tag völlig angebrochen war, begab sich die alteBabekan zu ihrer Tochter hinauf, und eröffuete ihr, indem sie sichan ihr Belt nicdcrsetztc, welch einen Plan sic mit dem Fremdensowohl als seiner Reisegesellschaft vor habe. Sie meinte, daß da derNeger Congo Hoango erst in zwei Tagen wiederkehre, Alles daraufankäme, den Fremden während dieser Zeit in dem Hause hinzuhal-ten, ohne die Familie seiner Angehörigen, deren Gegenwart ihrerMenge wegen gefährlich werden könnte, darin zuzulassen. Zu die-sem Zweck sprach sie, habe sie erdacht, dem Fremden vorzuspiegeln,daß einer so eben eiugelaufcncn Nachricht zufolge der General Des-salines sich mit seinem Heer in diese Gegend wenden werde, unddaß man mithin wegen allzngroßer Gefahr erst am dritten Tage,wenn er vorüber wäre, würde möglich machen können, die Familieseinem Wunsche gemäß in dem Hause aufzunehmen. Die Gesell-schaft selbst, schloß sie, niüsse inzwischen, damit sie nicht weiter reise,mit Lebensmitteln versorgt, und gleichfalls, um sich ihrer späterhinzu bemächtigen, in dem Wahn, daß sie eine Zuflucht in dem Hausefinden werde, hingehalten werden. Sie bemerkte, daß die Sachewichtig sei, indem die Familie wahrscheinlich beträchtliche Habselig-keiten mit sich führe; und forderte die Tochter ans, sie aus allenKräften in dem Vorhaben, das sie ihr angegeben, zu unterstützen.Toni, halb im Bette aufgcrichtet, indem die Nöthe des Unwillensihr Gesicht überflog, versetzte, daß es schändlich und niederträchtigwäre, das Gastrecht an Personen, die man in das Haus gelockt, alsozu verletzen. Sie meinte, daß ein Verfolgter, der sich ihrem Schutz