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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Verlobung in St. Domingo.

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gestanden und dich angezogen! hier sind Kleider, weiße Wäsche undStrümpfe! ein Weißer, der verfolgt wird, ist vor der Thür undbegehrt eingelassen zu werden! Toni fragte: ein Weißer? indemsie sich halb im Bett aufrichtete. Sie nahm die Kleider, welche dieAlte in der Hand hielt, und sprach: ist er auch allein, Mutter? undhaben wir, wenn wir ihn einlassen, nichts zu befürchten? Nichts,nichts! versetzte die Alte, indem sie Licht anmachte: er ist ohne Was-fen und allein, und Furcht, daß wir über ihn hcrfallen möchten,zittert in allen seinen Gebeinen! Und damit, während Toni ausstandund sich Rock und Strümpfe anzog, zündete sie die große Laternean, die in dem Winkel des Zimmers stand, band dem Mädchen ge-schwind das Haar nach der Landesart über dem Kopf zusammen,bedeckte sie, nachdem sie ihr den Latz zngeschniirt hatte, mit einemHut, gab ihr die Laterne in die Hand und befahl ihr ans den Hofhinab zu gehen und den Fremden herein zu holen.

Inzwischen war ans das Gebell einiger Hoshunde ein Knabe,Namens Nanky, den Hoango auf unehelichem Wege mit einer Ne-gerin erzeugt hatte und der mit seinem Bruder Sepph in den Ne-bengebäuden schlief, erwacht; und da er Leim Schein des Mondeseinen einzelnen Mann auf der Hinteren Treppe des Hauses stehen sah,so eilte er sogleich, wie er in solchen Fällen angewiesen war, nachdem Hofthor, durch welches derselbe hcreingekvmmen war, um eszu verschließen. Der Fremde, der nicht begriff, was diese Anstaltenzu bedeuten hatten, fragte den Knaben, den er mit Entsetzen, als erihm nahe stand, für einen Negerknaben erkannte: wer in dieser Nie-derlassung wohne? und schon war er auf die Antwort desselben:daß die Besitzung seit dem Tode Herrn Villcnenves dem Neger Hoangoanheim gefallen, im Begriff den Jungen niederzuwerfen, ihm denSchlüssel der Hofpforte, den er in der Hand hielt, zu entreißen unddas weite Feld zn suchen, als Toni, die Laterne in der Hand, vordas HanS hinaus trat. Geschwind! sprach sie, indem sie seine Hand