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Die Verlobung in St. Domingo.
reim, die er in der Gegend gemacht hatte, wieberkehrtc, war un-mittelbarer Tod das Loos der Armen, die sich dnrch diese Künstehatten täuschen lassen.
Nnn weiß jedermann, daß im Jahr 1803, als der GeneralDessalines mit 30,000 Negern gegen Port an Prince vorrückte, Al-les was die weiße Farbe trug sich in diesen Platz warf, um ihn zuvertheidigcn. Denn er war der letzte Stützpunkt der französischenMacht auf dieser Insel, und wenn er fiel, waren alle Weißen, diesich darauf befanden, sämmtlich ohne Rettung verloren. Demnachtraf es sich, daß gerade in der Abwesenheit des alten Hoango, dermit den Schwarzen, die er um sich hatte, anfgebrochen war, umdein General Dessalines mitten durch die französischen Posten einenTransport von Pulver und Blei zuznführcn, in der Finsterniß einerstürmischen und rcgnigten Nacht jemand an die Hintere Thür seinesHauses klopfte. Die alte Babekan, welche schon im Bette lag, erhobsich, öffnete, einen bloßen Rock um die Hüften geworfen, das Fen-ster, und fragte, wer da sei? Bei Maria und allen Heiligen, sagteder Fremde leise, indem er sich unter das Fenster stellte: beantwortetmir, ehe ich euch dies entdecke, eine Frage! Und damit streckte erdnrch die Dunkelheit der Nacht seine Hand aus, um die Hand derAlten zu ergreifen und fragte: seid ihr eine Negerin? Babekan sagte:nnn ihr seid gewiß ein Weißer, daß ihr dieser stockfinstern Nachtlieber in's Antlitz schaut, als einer Negerin! Kommt herein, setztesie hinzu, und fürchtet nichts; hier wohnt eine Mulattin, und dieEinzige, die sich außer mir noch im Hause befindet, ist meine Toch-ter, eine Mestize! Und damit machte sie das Fenster zu, als wolltesie hinabsteigen und ihm die Thür öffnen; schlich aber unter demVorwand, daß sie den Schlüssel nicht sogleich finden könne, mit eini-gen Kleidern, die sie schnell aus dem Schrank znsammenraffte, indie Kammer hinaus und weckte ihre Tochter. Toni! sprach sie:Toni! — Was giebt'S, Mutter? — Geschwind! sprach sie. Auf-