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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Das Erdbeben in Chili.

dem, was er besitzen mag, mitzutheilm: mid nahm dm kleinen Fremd-ling, indem sie ihr eignes Kind dem Vater gab, lind legte ihn anihre Brnst. Don Fernando war sehr dankbar für diese Güte, undfragte, ob sie sich nicht mit ihm zu jener Gesellschaft verfügen woll-ten, wo eben jetzt beim Feuer ein kleines Frühstück bereitet werde.Josephe antwortete, daß sie dies Anerbieten mit Vergnügen an-nehmcn würde, nnd folgte ihm, da auch Jcronimo nichts einznwm-dcn hatte, zu seiner Familie, wo sie ans das innigste nnd zärtlichstevon Don Fernando's beiden Schwägerinnen, die sie als sehr wür-dige junge Damen kannte, empfangen ward. Donna Elvire, DonFernando's Gemahlin, welche schwer an dm Füßen verwundet ansder Erde lag, zog Josephen, da sie ihren abgehärmten Knaben ander Brust derselben sah, mit vieler Freundlichkeit zu sich nieder. AuchDon Pedro, sei» Schwiegervater, der an der Schulter verwundetwar, nickte ihr liebreich mit dem Haupte zu. In Jcronimo's undJoscphmS Brnst regten sich Gedanken von seltsamer Art. Wenn sicsich mit so vieler Vertraulichkeit und Güte behandelt sahen, so wuß-ten sie nicht, was sic von der Vergangenheit denken sollten, vomNichtplatzc, von dem Gefängnisse nnd der Glocke; und ob sie bloßdavon geträumt hätten. Es war, als ob die Gcmüther seit demfürchterlichen Schlage, der sic durchdröhnt hatte, alle versöhnt wären.Sie konnten in der Erinnerung gar nicht weiter als bis auf ihnzurückgehm. Nur Donna Elisabeth, welche bei einer Freundin aufdas Schauspiel des gestrigen Morgens ciugcladm worden war, dieEinladung aber nicht angenommen hatte, ruhte zuweilen mit träu-merischem Blicke auf Josephen; doch der Bericht, der über irgendein neues gräßliches Unglück erstattet ward, riß ihre der Gegenwartkaum entflohene Seele schon wieder in dieselbe zurück. Man erzählte,wie die Stadt gleich nach der ersten Hanptcrschüttcrnng von Weibernganz voll gewesen, die vor den Augen aller Männer nicdergekommmseien; wie die Mönche darin mit dem Kruzifix in der Hand umher-