Das Erdbeben i» Ehili.
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gelaufen wäre» und geschrieen hätten, das Ende der Welt sei da;wie man einer Wache, die ans Befehl des VicckönigS verlangte eineKirche zu räumen, geantwortet hätte, es gäbe keinen Vicekönig vonChili mehr! wie der Bicekönig in den schrecklichsten Augenblickenhätte müssen Galgen aufrichtcn lassen, nm der Dieberei Einhalt znthnn; nnd wie ein Unschuldiger, der sich von. hinten durch ein bren-nendes Hans gerettet, von dem Besitzer aus Nebcreilnng ergriffenund sogleich auch anfgcknüpft worden wäre. Donna Elvirc, bei de-ren Verletzungen Josephe viel beschäftigt war, hatte in einem Au-genblick, da gerade die Erzählungen sich am lebhaftesten kreuzten,Gelegenheit genominen sie zn fragen, wie es denn ihr an diesemfürchterlichen Tag ergangen sei. Und da Josephe ihr mit beklemm-tem Herzen einige Hauptziigc davon angab, so ward ihr die Wol-lust, Thränen in die Angen dieser Dame treten zu sehen; DonnaElvire ergriff ihre Hand, nnd drückte sie, nnd winkte ihr zu schwei-gen. Josephe dünkte sich unter den Seligen. Ein Gefühl, das sienicht unterdrücket! konnte, nannte den verflossncn Tag, so viel Elender auch über die Welt gebracht hatte, eine Wohlthat, wie der Him-mel noch keine über sie verhängt hatte. Und in der That schienmitten in diesen gräßlichen Augenblicken, in welchen alle irdischenGüter der Menschen zn Grunde gingen nnd die ganze Natur ver-schüttet zn werden drohte, der menschliche Geist selbst wie eine schöneBlume anfzngehcn. Ans den Feldern, so weit das Auge reichte,sah man Menschen von allen Ständen durcheinander liegen, Fürstennnd Bettler, Matronen und Bäuerinnen, Staatsbeamte und Tage-löhner, Klostcrherren nnd Klosterfrauen einander bemitleiden, sichwechselseitig Hülfe reichen, von dem, was sie zur Erhaltung ihresLebens gerettet haben mochten, freudig mittheilcn, als ob das all-gemeine Unglück Alles, was ihm entronnen war, zn einer Familiegemacht hätte. Statt der nichtssagenden Unterhaltungen, zn welchensonst die Welt an den Theelischcn den Stoff hergcgcben hatte, erzählte