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Die Marquise von O....
dem Grafen jetzt diese Erklärung augenblicklich hinterbringen solle?Mall beschloß auf den Vorschlag des Forstmeisters ihn bitten zu las-sen, sich, falls er noch nicht entkleidet sei, gefälligst ans einen Au-genblick zur Familie zu verfügen. Er werde gleich die Ehre habenzu erscheinen, ließ der Graf antworten, und kaum war der Kam-merdiener mit dieser Meldung zurück, als er schon selbst mit Schrit-ten, die die Freude beflügelte, ins Zimmer trat, und zu den Füßender Marquise in der allerlcbhaftesten Rührung niedersank. Der Com-mandant wollte etwas sagen; doch er, indem er ausstand, versetzte,er wisse genug! küßte ihm und der Mutter die Hand, umarmte denBruder, und bat nur um die Gefälligkeit, ihm sogleich zu einemReisewagcn zu verhelfen. Die Marquise, obschon von diesem Auf-tritt bewegt, sagte doch: ich fürchte nicht, Herr Graf, baß Ihrerasche Hoffnung Sie zu weit — Nichts! Nichts! versetzte der Graf;cs ist nichts geschehen, wenn die Erkundigungen, die Sie über micheinziehen mögen, dem Gefühl widersprechen, das mich zu Ihnen indies Zimmer znrückberief. Hierauf umarmte der Commandant ihnauf das herzlichste, der Forstmeister bot ihm sogleich seinen eigenenReisewagcn an, ein Jäger flog auf die Post, Courierpferdc auf Prä-mien zu bestellen, und Freude war bei dieser Abreise, wie noch nie-mals bei einem Empfang. Er hoffe, sagte der Graf, die Depeschenin B... eiuzuholen, von wo er jetzt einen näheren Weg nach Nea-pel, als über M... cinschlagen würde; in Neapel würde er seinMöglichstes thun, die fernere Geschäftsreise nach Constantinopel ab-znlehncn; und da er ans den äußersten Fall entschlossen wäre, sichkrank anzngeben, so versicherte er, daß wenn nicht unvermeidlicheHindernisse ihn abhieltcn, er in Zeit von vier bis sechs Wochen un-fehlbar wieder in M... sein würde. Hierauf meldete sein Jäger,daß der Wagen angespannt, und Alles zur Abreise bereit sei. DerGraf nahm seinen Hut, trat vor die Marquise und ergriff ihre Hand.Nun denn, sprach er, Julietta, so bin ich einigermaßen beruhigt.