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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Marquise von O....

Offiziere zerstreuten sich eiligst zu ihren Corps; der Graf trat durchdie Verwirrung der auseinander Eilenden zum Commaudanten undbedauerte, daß er sich der Frau Marquise unter diesen Umständengehorsamst empfehlen müsse, und in weniger als einer Stunde warda« ganze Fort von Russen wieder leer.

Die Familie dachte nun darauf, wie sic in der Zukunst eineGelegenheit finden würde, dem Grafen irgend eine Acußerung ihrerDankbarkeit zu geben; doch wie groß war ihr Schrecken, als sie er-fuhr, daß derselbe noch am Tage seines Aufbruchs aus dem Fortin einem Gefecht mit den feindlichen Truppen seinen Tod gefundenhabe. Der Courier, der diese Nachricht nach M... brachte, hatteihn mit eignen Angen todtlich durch die Brust geschossen nach P...tragen sehen, wo er, wie man sichere Nachricht hatte, in dem Augen-blick, da ihn die Träger von den Schultern nehmen wollten, ver-blichen war. Der Commandant, der sich selbst auf das Posthausverfügte und sich nach den näheren Umständen dieses Vorfalls er-kundigte, erfuhr noch, daß er auf dem Schlachtfeld in dem Moment,da ihn der Schuß traf, gerufen habe:Julietta! diese Kugel rächtdich!" und nachher seine Lippen auf immer geschlossen hätte. DieMarquise war untröstlich, daß sie die Gelegenheit hatte Vorbeigehenlassen, sich zu seinen Füßen zu werfen. Sie machte sich die lebhaf-testen Vorwürfe, daß sie ihn bei seiner vielleicht aus Bescheidenheit,wie sic meinte, herrühreuden Weigerung, im Schlosse zu erscheinen,nicht selbst ausgesucht habe; bedauerte die Unglückliche, ihre Namens-schwester, an die er noch im Tode gedacht hatte; bemühte sich ver-gebens ihren Aufenthalt zu erforschen, um sie von diesem unglück-lichen und rührenden Vorfall zu unterrichten; und mehrere Mondenvergingen, ehe sie selbst ihn vergessen konnte.

Die Familie mußte nun das Commandantenhaus räumen, umdem russischen Befehlshaber darin Platz zu machen. Man überlegteanfangs, ob man sich nicht ans die Güter des Commandanten be-