Die Marquise von O....
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daß das Glück seinen Muth nicht besser unterstützt habe, und gabihm ans sein Ehrenwort die Freiheit, sich hinznbegcben, wohin erwolle. Der Commandant versicherte ihn seiner Dankbarkeit, undäußerte, wie viel er an diesem Tage den Russen überhaupt und be-sonders dem jungen Grafen F..., Obristlicutenant vom T...n Jä-gerkorps, schuldig geworden sei. Der General fragte, was vorgefal-lcn sei, und als man ihn von dem frevelhaften Anschlag ans seineTochter hierauf unterrichtete, zeigte er sich ans das Aeußerste entrü-stet. Er rief den Grafen F... bei Namen vor. Nachdem er ihmzuvörderst wegen seines eignen cdelmüthigen Verhaltens eine kurzeLobrede gehalten hatte, wobei der Graf über das ganze Gesicht rothward, schloß er, daß er die Schandkerle, die den Namen des Kaisersbrandmarkten, niederschießen lassen wolle; und befahl ihm zu sagen,wer sie seien? Der Graf F... antwortete in einer verwirrten Rede,daß er nicht im Stande sei, ihre Namen anzngcbcn, indem es ihmbei dem schwachen Schimmer der Reverbercn im Schloßhof unmög-lich gewesen wäre, ihre Gesichter zu erkennen. Der General, welchergehört hatte, daß damals schon das Schloß in Flammen stand, wun-derte sich darüber; er bemerkte, wie man wohl bekannte Leute in derNacht an ihren Stimmen erkennen könne, und gab ihm, da er miteinem verlegenen Gesicht die Achseln zuckte, ans, der Sache auf dasallereifrigste und strengste nachznspüren. In diesem Augenblick be-richtete jemand, der sich aus dem hintern Kreise hcrvordrängte, daßeiner von den durch den Grafen F... verwundeten Frevlern, da erin dem Corridor medcrgesunken, von den Leuten des Commandantenin ein Behältniß geschleppt worden und darin noch befindlich sei.Der General ließ diesen hierauf durch eine Wache herbeiführen, einkurzes Verhör über ihn halten, und die ganze Rotte, nachdem jenersie genannt hatte, fünf an der Zahl, zusammen erschießen. Diesabgemacht, gab der General nach Zurücklassung einer kleinen Be-satzung Befehl zum allgemeinen Aufbruch der übrigen Truppen; die