Die Marquise von O_
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Hülse. Man schleppte sie in den Hinteren Schloßhof, wo sie ebenunter den schändlichsten Mißhandlungen zu Boden sinken wollte, als,von dem Zetergeschrei der Dame Herbeigerusen, ein russischer Offiziererschien, und die Hunde, die nach solchem Raub lüstern waren, mitwüthenden Hieben zerstreute. Der Marquise schien er ein Engeldes Himmels zu sein. Er stieß noch dem letzten viehischen Mord-knccht, der ihren schlanken Leib umfaßt hielt, mit dem Griff des De-gens in's Gesicht, daß er mit aus dem Mund hervorqnellcndem Blutzuriicktaumelte; bot dann der Dame unter einer verbindlichen fran-zösischen Anrede den Arm und führte sie, die von allen solchen Auf-tritten sprachlos war, in dem anderen von der Flamme noch nichtergriffenen Flügel des Palastes, wo sie auch völlig bewußtlos nieder-sank. Hier — traf er, da bald darauf ihre erschrockenen Frauen er-schienen, Anstalten einen Arzt zu rufen, versicherte, indem er sich denHut aufsetzte, daß sie sich bald erholen würde, und kehrte in denKampf zurück.
Der Platz war in kurzer Zeit völlig erobert, und der Com-mandant, der sich nur noch wehrte, weil man ihm keinen Pardongeben wollte, zog sich eben mit sinkenden Kräften nach dem Portaldes Hauses zurück, als der russische Offizier, sehr erhitzt im Gesicht,ans demselben hervortrat und ihm zurief sich zu ergeben. Der Com-mandant antwortete, daß er auf diese Aufforderung nur gewartethabe, reichte ihm seinen Degen dar, und bat sich die Erlaubniß aus,sich in's Schloß begeben und nach seiner Familie umsehcn zu dür-fen. Der russische Offizier, der nach der Rolle zu urtheilen, die erspielte, einer der Anführer des Sturms zu sein schien, gab ihm un-ter Begleitung einer Wache diese Freiheit, setzte sich mit einiger Eil-fertigkeit an die Spitze eines Detachements, entschied, wo er nochzweifelhaft sein mochte, den Kamps, und bemannte schleunigst diefesten Punkte des Forts. Bald darauf kehrte er auf den Waffen-platz zurück, gab Befehl der Flamme, welche wütheud um sich zu