Michael Kvhlhaas.
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großen, funkelnden Augen überlas, setzte die beiden Kinder, die erauf dem Arm trug, neben sich auf den Boden nieder; und da erauch einen Artikel darin fand, in welchem der Junker Wenzel zuzweijähriger Gefängnißstrafe verurtheilt ward: so ließ er sich aus derFerne, ganz überwältigt von Gefühlen, mit kreuzweis auf die Brustgelegten Händen vor dem Kurfürsten nieder. Er versicherte freudigdem Erzkanzler, indem er anfstand, und die Hand auf seinen Schooßlegte, daß sein höchster Wunsch auf Erden erfüllt sei, trat an diePferde heran, musterte sie, und klopfte ihren feisten Hals; und er-klärte dem Kanzler, indem er wieder zu ihm znrückkam, heiter: daßer sie seinen beiden Söhnen Heinrich und Leopold schenke! Der Kanz-ler, Herr Heinrich von Gensau, vom Pferde herab mild zu ihmgewandt, versprach ihm in des Kurfürsten Namen, daß sein letzterWille heilig gehalten werden solle, und forderte ihn auf, auch überdis übrigen im Bündel befindlichen Sachen nach seinem Gutdünkenzu schalten. Hierauf rief Kohlhaas die alte Mutter Herfens, die erans dem Platz wahrgenommen hatte, aus dem Hansen des Volkshervor, und indem er ihr die Sachen übergab, sprach er: da, Müt-terchen, das gehört dir! — die Summe, die als Schadenersatz fürihn bei dem im Bündel liegenden Gelde befindlich war, als ein Ge-schenk noch zur Pflege und Erquickung ihrer alten Tage hinznsü-
gend.-Der Kurfürst rief: nun, Kohlhaas der Roßhändlcr, du,
dem solchergestalt Genngthnnng geworden, mache dich bereit, kaiser-licher Majestät, deren Anwald hier steht, wegen des Bruchs ihresLandfriedens deinerseits Genngthnnng zu geben! Kohlhaas, indem erseinen Hut abnahm, und auf die Erde warf, sagte, daß er bereitdazu wäre! übergab die Kinder, nachdem er sic noch einmal vomBoden erhoben, und an seine Brust gedrückt hatte, dem Amtmannvon Kohlhaasenbrück, und trat, während dieser sie unter stillen Thrä-nen vom Platz hinwegführte, an den Block. Eben knüpfte er sichdas Tuch vom Hals ab, und öffnete seinen Brustlatz, als er mit
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